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Frischer Wind für die deutsche Bildungslandschaft

AKAD Hochschule Pinneberg

In Schleswig-Holstein begann vor 30 Jahren eine spannende Entwicklung auf dem nebenberufl ichen Bildungssektor: 1980 wurde in Rendsburg die erste private Fernhochschule Deutschlands gegründet, die seit 2002 in Pinneberg beheimatet ist. Erstmals in Deutschland erhielten damals Berufstätige die Möglichkeit, ein Fernstudium an einer privaten Hochschule zu absolvieren. Hohe Anforderungen von Seiten der Landesregierung mussten erfüllt werden, bevor Kultusminister Dr. Peter Bendixen am 5. Juni 1980 die staatliche Anerkennung für die Hochschule aussprach: „Erstens: kein Geld vom Staat. Zweitens: Die Lehrkräfte müssen den staatlichen Richtlinien entsprechen. Drittens: Die Klausuren und Diplomarbeitsthemen müssen vorher beim Ministerium eingereicht werden, und viertens: Der Standort muss dort gewählt werden, wo die größte Arbeitslosigkeit herrscht“, zählt Prof. Dr. Kurt W. Schönherr, damaliger leitender Direktor der AKAD, die Bedingungen auf und beantwortet damit auch gleich die Frage nach den Gründen für die Standortwahl: „Schleswig-Holstein hat enge Beziehungen zu Dänemark und Schweden – und in Skandinavien hatte sich das Hochschulfernstudium zu diesem Zeitpunkt schon längst etabliert.“

Hochschulgründung im hohen Norden findet bundesweit Beachtung

Die Hochschulgründung wurde aber mitnichten nur als Randereignis an der Küste wahrgenommen: Kultusminister Bendixen hob bei seiner Eröffnungsansprache ihre Bedeutung für die Erweiterung von Bildungsmöglichkeiten für die berufstätigen Menschen in der ganzen Bundesrepublik hervor und sprach von einem „wichtigen bildungspolitischen Ereignis“, Presse und Rundfunk berichteten bundesweit. Am Anfang stand die Improvisation, was dem Erfolg aber keinen Abbruch tat: Mangels eigener Räume
wurden die ersten Präsenzseminare im Winter 1980/1981 in vom Land zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten des Ostseebads Damp abgehalten. Rund 200 Studierende aus allen Teilen der Bundesrepublik bereiteten sich dort auf den Abschluss Diplom- Betriebswirt beziehungsweise Diplom Wirtschaftsingenieur vor. Bereits drei Jahre später war die Anzahl der eingeschriebenen Studierenden auf mehr als das Dreifache angewachsen und die Hochschule erhielt die unbefristete staatliche Anerkennung.

Minister: Leistungsstärke mit anderen Fachhochschulen zu vergleichen

Zum fünfjährigen Bestehen attestierte Kultusminister Bendixen der Hochschule, dass „ihre Leistungsstärke mit anderen Fachhochschulen zu vergleichen“ sei. Dem anhaltenden Interesse studierwilliger Berufstätiger trug AKAD Rechnung und nahm 1987 eine dritte Studienrichtung mit ins Angebot: den Aufbaustudiengang zum Diplom-Wirtschaftsinformatiker. Und auch räumlich stand Ende der 1980er-Jahre ein großer Schritt an: Die Hochschule bezog in Rendsburg Räume im Verwaltungsgebäude der ehemaligen Werft Nobiskrug. Die erste AKAD Hochschule übernahm auf einem weiteren Feld die Pionierrolle: Im Frühjahr 1992 wurde auf der Grundlage des Schleswig-Holsteinischen Hochschulgesetzes die in Deutschland bis dato einzigartige Möglichkeit für Berufstätige geschaffen, mit dem „Probestudium“ unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne Abitur oder Fachhochschulreife zu einer akademischen Ausbildung zugelassen zu werden – dieser Weg steht Studienbewerbern an der Hochschule Pinneberg bis heute offen. „Wir nutzen das neue, fortschrittliche Landeshochschulgesetz, um immer wieder Vorreiter für ein vorbildliches Studienkonzept zu sein“, erklärt der frühere Rektor Prof. Dr. Roland Schwesig, der noch an der Hochschule unterrichtet  „Unsere Kunden profitieren dabei auch von unserer intensiven Zusammenarbeit mit dem Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium des Landes.“

Wie Studierende ihren Lebensweg positiv gestalten

2008 wurde sogar ein Studierender als bester Student des Jahres ausgezeichnet, der seine akademische Ausbildung an der Hochschule ohne Abitur mit dem Probestudium begonnen hatte. „Das zeigt, dass man bei uns sehr erfolgreich seine Qualifikation verbessern kann – und das auch dann, wenn die Startvoraussetzungen zunächst schwierig erscheinen“, sagt Schwesig. Er legt dabei viel Wert auf die persönliche Betreuung der Studierenden: „Wir unterstützen unsere Kunden dabei, ihren Lebensweg positiv zu gestalten.“ Besondere inhaltliche Kompetenzen seiner Hochschule sieht der Professor für Wirtschaftsinformatik in den Bereichen Marketing und Wissenschaftsmethodik aber auch auf dem eigenen Lehr- und Forschungsgebiet. Seit Juni 2002 ist die Hochschule in Pinneberg beheimatet
– in zentraler Lage mitten in der Kreisstadt im Nordwesten des Großraums Hamburg. „Dank der Nähe zu Hamburg und des guten Kontakts zu den staatlichen Hochschulen im Land konnten wir in den letzten Jahren vermehrt renommierte Professoren und hervorragende Dozenten aus Wirtschaft und Wissenschaft als Lehrbeauftragte für die Hochschule gewinnen“, freut sich der heutige Rektor der Hochschule, Dr. Lukas Beyer. Ob Rendsburg oder Pinneberg – die Pionierhochschule der AKAD ist immer in Bewegung. Wo soll die Reise in Zukunft hingehen? „In den letzten Jahren ist die Zahl unserer Bachelor-Studenten stark gestiegen“, sagt Beyer. „Jetzt streben wir an, Deutschlands erfolgreichster Anbieter für BWLMaster- Studiengänge für Berufstätige zu werden.“

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Grußwort des Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein Peter Harry Carstensen

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