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Kontinuierlicher Weg zur etablierten Business School

Wissenschaftliche Hochschule Lahr

Geistes- und Naturwissenschaftler, Ingenieure, Ärzte, Juristen oder Betriebs- und Volkswirte – rund 500 Akademiker unterschiedlichster Fachrichtungen belegen derzeit einen der sieben ökonomisch ausgerichteten Aufbaustudiengänge an der WHL Wissenschaftlichen Hochschule Lahr. Sie studieren an Deutschlands bisher einziger staatlich anerkannter Privathochschule, an der ein berufsbegleitendes Studium auf universitärem Niveau absolviert werden kann. Der kontinuierliche Weg der WHL zur etablierten Business School mit anerkannter Spezialisierung in den Bereichen Management und Wirtschaft begann 1996: Am 11. Januar wurde die neue Wissenschaftliche Hochschule für Berufstätige der AKAD-Hochschulgruppe am Standort Lahr durch das Ministerium für Wissenschaft und Forschung Baden-Württemberg staatlich anerkannt.

Ministerpräsident: WHL ist für Baden- Württemberg „etwas ganz Besonderes“

An der neuen Hochschule konnten zunächst die Absolventen von wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen an Fachhochschulen und Berufsakademien universitäre Diplomabschlüsse in Betriebswirtschaftslehre oder Wirtschaftspädagogik erlangen. Wer keine wirtschaftswissenschaftlichen Vorkenntnisse mitbrachte, musste ein Hochschulzertifikat in Ökonomie vorschalten, das in rund einem Jahr absolviert wurde. Ende 1997 konnten sich erstmals Studierende für dieses sogenannte Zertifikatsstudium einschreiben. Zwei Jahre später, am 22. Oktober 1999, wurde der Lehrbetrieb in den Hauptstudiengängen im Beisein des damaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel feierlich eröffnet. Der Landesvater hob die Einzigartigkeit der WHL in der Bildungslandschaft hervor und unterstrich die Unterstützung durch die Landesregierung: „Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Hochschule ist für Lahr und für Baden-Württemberg etwas ganz Besonderes. Ohne jede staatliche Unterstützung ist sie eine wirklich rein private Hochschule. Damit unterscheidet sie sich von einer Reihe anderer ,privater’ Hochschulen. Das Land fördert seit Langem die Errichtung der privaten Hochschulen, auch gegen den Widerstand mancher an den etablierten Hochschulen und Universitäten“, so Teufel in seiner Eröffnungsrede.

WHL-Studierende: Kreditsachbearbeiter, Controller oder Personalleiter

Ein Blick in die Liste der damals Erstimmatrikulierten zeigt, dass sich durch die neuen universitären Studiengänge vor allem diejenigen angesprochen fühlten, die bereits in der Wirtschaft tätig waren und eine höhere berufliche Position anstrebten. Das Spektrum reichte vom Kreditsachbearbeiter über den Controller, den Werkstattleiter, den Bankkaufmann, den Unternehmensberater bis zur Personalleiterin. Die Studierenden kamen vorwiegend aus dem südlichen Teil Deutschlands, die meisten von ihnen waren zwischen 30 und 40 Jahre alt. Diese Studierendenstruktur hat sich im Wesentlichen bis heute nicht verändert.
2001 stieg die Studierendenzahl auf über 200 und zum Jahresende konnten die ersten beiden Diplom-Kaufleute an der WHL ihren Abschluss feiern. Im April 2002 besuchte der baden-württembergische Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg die WHL. „Ich habe mit Freude gesehen, was hier in Lahr bei der AKAD geschieht“, lautete seine positive Bilanz. Seitdem hat die WHL ihre Forschungsaktivitäten kontinuierlich weiter ausgebaut, ihr komplettes Studienangebot modularisiert und auf Master-Abschlüsse umgestellt. Auch inhaltlich neue Studiengänge wurden in den letzten Jahren geschaffen: Der erste Master-Studiengang startete mit der Ausrichtung „Finance and Banking“ im Herbst 2004, es folgten 2007 der MBA in General Management und der Master in „Clinical Research Management“. Letzterer wird in Kooperation mit der Universität Freiburg angeboten. Auch die Promotion zum Dr. rer. oec. ist in Kooperation mit der Handelshochschule Leipzig möglich.

„Einmaliges Leistungspaket mit besonderem Profil“

Diesen Weg der „markt-, bedarfs- und zukunftsorientierten Gestaltung“ der Studiengänge will Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer weitergehen. „Wir wollen uns dauerhaft als qualitativ leistungsstarke universitäre Hochschule im Wettbewerb um Studierende und in der Scientific Community positionieren“, sagt er und hat wachsende Studierendenzahlen fest im Blick. „Bei uns finden Akademiker ein in dieser Form meines Erachtens einmaliges Leistungspaket mit besonderem Profil vor“, ist der WHL-Rektor überzeugt. „Wir können unseren Studierenden hier zum Beispiel eine sehr gute Betreuungsqualität bieten – man kennt sich eben“, erklärt Reckenfelderbäumer und verweist auf die aktuellen Zahlen: Rund 500 Studierenden stehen 13 Professoren, 14 Wissenschaftliche Mitarbeiter und 27 Lehrbeauftragte gegenüber. Besonders beeindrucken Reckenfelderbäumer diejenigen Absolventen, die neben ihrer Berufstätigkeit ihren WHL-Abschluss sogar in zwei Fächern machen: Diese Möglichkeit des „Doppel-Abschlusses“ gibt es für die Studiengänge Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik. „Fast 15 Prozent aller Absolventen war ein WHL-Abschluss noch nicht genug – das spricht aus meiner Sicht eine deutliche Sprache für die Qualität unserer Angebote.“

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