Das Verbundprojekt „Integriertes Kompetenzmanagement (IKM)” ist eine Zusammenarbeit zwischen der Frankfurt School of Finance & Management (Verbundkoordinator), der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und dem Zentrum für angewandte Weiterbildungsforschung - Institut für ökonomische Bildung e. V.
Die Laufzeit des Projektes beträgt drei Jahre (Nov. 2007 - Okt. 2010). Das Verbundprojekt wird finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).
Das Verbundprojekt beinhaltet drei Teilvorhaben. Die Projektpartner sind für die folgenden inhaltlichen Teilprojekte verantwortlich:
- Teilprojekt 1: Frankfurt School of Finance & Management
Integriertes Kompetenzmanagement – Organisationsentwicklung und Unternehmenskompetenzen - Teilprojekt 2: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Integriertes Kompetenzmanagement – Personalentwicklung und individuelle Kompetenzen - Teilprojekt 3: Zentrum für angewandte Weiterbildungsforschung - Institut für ökonomische Bildung e. V.
Integriertes Kompetenzmanagement - Diversity Management als Grundlage für Innovationskompetenz
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der gemeinsamen Projektwebsite: http://www.kompetenzkapital.de
Innovationen sind nur selbstorganisiert entwickelbar. Dabei bilden Kompetenzen, verstanden als Selbstorganisationsdispositionen, die notwendige Voraussetzung, um diese Entwicklung anzustoßen und zu fördern. Allerdings reichen individuelle Kompetenzen nicht aus; sie müssen vielmehr durch die formelle und informelle Gestalt der Organisation, also durch organisationale Kompetenzen, ergänzt werden. Vor diesem Hintergrund soll im Rahmen des Verbundprojektes ein Modell des integrierten Kompetenzmanagements erarbeitet, implementiert und evaluiert werden.
Ausgehend von der Innovationsstrategie des jeweiligen Unternehmens werden individuelle und organisationale Kompetenzen erfasst und zu einem Kompetenzkapitalindex aggregiert. Der Index, welcher im Zuge des Projekts weiterentwickelt und in der Praxis erprobt werden soll, dient dazu, ein Benchmarkiing de Rahmenbedingungen für Innovationen zu ermöglichen. Aus einem Abgleich der erhobenen individuellen und organisationalen Kompetenzen mit der Strategie werden konkrete Maßnahmen des Integrierten Kompetenzmanagements für Individuen und für die Organisation festgelegt und prozessbegleitend evaluiert. Dabei wird besonders die gegenseitige Beeinflussung von individueller und organisationaler Kompetenz und deren Beitrag zur Förderung von Selbstorganisation in Unternehmen berücksichtigt, so dass sich Ansätze zur Gestaltung von Innovationskompetenz ergeben. In diesem Zusammenhang kommt der kompetenzförderlichen Gestaltung der Rahmenbedingungen organisationalen Lernens, Organisationsstruktur und Unternehmenskultur eine große Bedeutung zu. Insbesondere wrden die Auswirkungen des demografischen Wandels bei Arbeitnehmern und Kunden, sich wandelnde Geschlechterrollen und -erwartungen sowie unterschiedliche kulturelle und weltanschauliche Perspektiven als Motor von Innovationsprozessen und Voraussetzung für Innovationskompetenz untersucht. Das Modell soll zudem ermöglichen, unternehmerische Teilstrategien langfristig in eine übergeordnete Innovationsstrategie einzubinden.
Projektteam des ZAWF – IÖB e. V.
Projektleiter:
Prof. Dr. Joachim Hasebrook (joachim.hasebrook(at)whl-lahr.deE-Mail: jhasebrook(at)zeb.de)
Projektmitarbeiter:
Sönke Dohrn (E-Mail: soenke.dohrn(at)whl-lahr.de, Tel.: +49 7821 9238-54)
Dr. Martina Schmette (E-Mail: martina.schmette(at)whl-lahr.de, Tel.: +49 7821-9238-45)
Ziel des Teilprojektes 3 ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie die aus Diversity resultierenden Innovationspotenziale durch das Management besser erschlossen werden können. Besondere Berücksichtigung finden dabei demografische Faktoren (aging workface) und die Rolle der Geschlechter (gender mainstreaming). Um den Status quo in den beteiligten Unternehmen definieren zu können, werden vorhandene Ausprägungen qualitativ und quantitativ erhoben. Aus dem Status quo werden Maßnahmen abgeleitet, die solche Aspekte von Diversity unterstützen, die direkt innovationsförderlich sind oder über Veränderungen de Unternehmenskultur positive Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg erwarten lassen. Dabei werden Generations- und Geschlechterperspektiven systematisch in die Entwicklung, Verbesserung und Evaluation von Entscheidungsprozessen eingebunden. Die empirischen Daten ermöglichen die Prüfung dessen, wie Werte, Kompetenzen und Unternehmenserfolg verbunden sind. für die Unternehmen erwarten wir eine Verbesserung der Maßnahmen zur Förderung von Chancengleichheit durch den Nachweis, dass Diversity auch wirtschaftlich ein wichtiges Managementziel ist.
Für Fragen und Informationen zu dem Projektteilvorhaben 3 steht Ihnen Herr Sönke Dohrn gerne zur Verfügung.
„Diversity und Innovation: Innovationskompetenz durch Diversity Management“
Dienstag, 18. Mai 2010, 10:45 – 17:30 Uhr
Am Dienstag, den 18. Mai 2010, veranstaltete das Zentrum für angewandte Weiterbildungsforschung – Institut für ökonomische Bildung (ZAWF – IÖB) e. V. an der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr in Lahr/Schwarzwald eine Fachtagung zum Thema „Diversity und Innovation: Innovationskompetenz durch Diversity Management“.
Die Veranstaltung fand im Rahmen des BMBF-Verbundprojektes „Integriertes Kompetenzmanagement (IKM)“ zum Teilvorhaben 3 „Diversity Management als Grundlage für Innovationskompetenz“ statt. Ziel des Teilvorhabens 3 des Verbundprojektes IKM ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie die aus Diversity resultierenden Innovationspotentiale durch das Management besser erschlossen werden können.
Zum Thema
Angesichts des durch den Prozess der Globalisierung aufgebauten Drucks auf Organisationen, der zu einer wirtschaftlich effizienten Veränderungsfähigkeit zwingt, gewinnt die Ressource „Mensch“ für Organisationen zunehmend an Bedeutung. Die Vielfalt des Humankapitals soll gezielter eingesetzt werden können, um die Vielfalt des Marktes sowie die der Kunden und Lieferanten zu spiegeln. Dabei sind vor allem Eigenschaften wie Lern- und Anpassungsfähigkeit sowie Kreativität und Veränderungswille notwendig. Diese Attribute werden auch der Innovationsfähigkeit zugeschrieben, die sich aus all jenen Bereichen konstituiert, in denen eine Organisation wirkt. Sie kann sich in vielfältiger Form zeigen, wie z. B. in Produktinnovationen, Vertriebsinnovationen oder Geschäftsmodellinnovationen. Dabei ist der wirtschaftliche Erfolg entscheidend, der eine Innovation von einer Erfindung unterscheidet.
Diversity Management befasst sich mit der Erfassung des Humankapitals zur Erkenntnisgewinnung und Steuerung über die in der Organisation verfügbare Vielfalt. Zunehmend wird Diversity Management zur Potenzialermittlung und optimierten Nutzung in der Organisation eingesetzt. Das Humankapital wird dabei gezielt zur Komplexitätsbewältigung auf Markt-, Kunden- und Lieferantenseite angewendet und solche organisationalen Strukturen ermittelt, die die Flexibilisierung des Humankapitals zur effektiven Selbstorganisation fördern.
Es wurden interessante konzeptionelle und empirische Beiträge präsentiert, die Sie teilweise hier herunterladen können.
Für weitere Informationen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an:
Sönke Dohrn, B.Sc., M.Sc. (E-Mail: soenke.dohrn(at)whl-lahr.de oder Tel.: 07821 9238-54)
Verbundkoordinator:
Frankfurt School of Finance & Management
Prof. Dr. Erich Barthel
Prodekan und Lehrstuhl für Unternehmenskultur und Personalführung
Sonnemannstraße 9-11
60314 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 154008-207
Fax: +49 69 154008-4207
E-Mail: e.barthel(at)frankfurt-school.de
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Prof. Dr. Anke Hanft
Dr. Wolfgang Müskens
Arbeitsbereich Weiterbildung und Bildungsmanagement
Uhlhornsweg 49-55
26111 Oldenburg
Tel.: +49 441 798-4319
Fax: +49 441 798-4741
E-Mail: wolfgang.mueskens(at)uni-oldenburg.de
Zentrum für angewandte Weiterbildungsforschung – Insitut für ökonomische Bildung e. V. (ZAWF – IÖB)
Prof. Dr. Joachim Hasebrook
Dr. Martina Schmette
Hohbergweg 15-17
77933 Lahr
Tel.: +49 7821 9238-45
Fax: +49 7821 9238-63
E-Mail: martina.schmette(at)whl-lahr.de