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WHL-Diskussionspapiere

Die WHL Diskussionspapiere informieren über aktuelle Forschungsergebnisse der Lehrstühle und Forschungsinstitute. Sie bieten eine unkomplizierte Möglichkeit des wissenschaftlichen Austauschs und geben einen Überblick über die Forschungsaktivitäten der WHL.

 

DP Nr. 36: Nguyen, Tristan; Ben Shlomo, Jonathan: Auf dem Weg zu einem neuen Ansatz der Finanzmarktregulierung

Abstract DP Nr. 36

In the recent financial crisis many observers have assigned monetary policy a central role in the crisis. Specifically, they claim that excessively easy monetary policy by the Federal Re-serve in the first half of the decade helped cause a bubble in house prices in the United States. We show within a macro-economic framework a possible trade-off between price stability and financial stability by differentiating between a technology-driven bubble and an animal spirit bubble. Then we analyse how individual rational behaviour can cause undesirable ef-fects for the economy and end up in a financial crises. The purpose of this paper is to analyze the role of monetary policy within the regulatory frameworks of financial markets and to give a useful contribution to the discussion about regulatory reforms, especially from a macropru-dential perspective.

Die Erfahrungen der jüngsten Finanzkrise haben gezeigt, wie in einer globalisierten Welt mit großen Informationsasymmetrien und komplizierten Finanzmarktprodukten das vorhandene Regelwerk für den Finanzsektor nicht richtig funktioniert. Vielfach wurden die Zentralbanken aufgrund ihrer expansiven Geldpolitik, die zu den Spekulationsblasen geführt haben soll, kri-tisiert. Im vorliegenden Aufsatz diskutieren wir zunächst die Auswirkungen der expansiven Geldpolitik der letzten Jahre und unterscheiden dabei zwischen einem Aufschwung aufgrund technologischen Fortschritts einerseits sowie aufgrund von optimistischen Erwartungen ande-rerseits. Anschließend erweitern wir die Analyse und erläutern, wie individuell rationales Verhalten gesellschaftlich zu einem unerwünschten Ergebnis führen kann. Darauf aufbauend wird ein neuer Ansatz der Finanzmarktregulierung erarbeitet, der zukünftig vor systemischen Risiken besser schützen soll.

DP Nr. 36

 

DP Nr. 35: Reckenfelderbäumer, Martin; Arnold, Christian: Impulsgeber Informatisierung: Zukunftsperspektiven der Dienstleistungswirtschaft

Abstract DP Nr. 35

Die Informatisierung, verstanden als Durchdringung der Gesellschaft mit Informationstechnologien, ist ein anhaltender und zugleich strukturbruchhafter Veränderungsprozess. Es ist daher unerlässlich, neue Informatisierungskonzepte frühzeitig zu erkennen, zu analysieren, zu bewerten und in den unternehmerischen Handlungsplan einzuarbeiten. Dieser Beitrag zeigt auf, welche Informationstechnologien bedeutenden Einfluss auf die Dienstleistungserstellung in den nächsten Jahren haben können und welche Differenzierungspotenziale sich hierdurch eröffnen. Es werden der Begriff Dienstleistung, der Informatisierungsprozess und die potenziell impulsgebenden Konzepte Augmented Reality sowie Ubiquitous Computing diskutiert. Hierauf aufbauend wird gezeigt, dass die gezielte Einbindung der genannten Konzepte  sowohl bei konsumtiven als auch bei produktiven Dienstleistungsprozessen ein höheres Maß an Nachfrager-, Problem- und Leistungsadäquanz ermöglicht, was in Käufermärkten mit einem bedeutenden Wettbewerbsvorteil gleichzusetzen ist.

DP Nr. 35

 

DP Nr. 34: Nguyen, Tristan; Lindenmeier, Jörg: Individuelles Gesundheitsverhalten bei Moral Hazard – Theoretische Grundlagen und der Einsatz mobiler Endgeräte als Lösungsmöglichkeit

 

Abstract DP Nr. 34

Gesundheitsmärkte sind entscheidend durch das Phänomen der asymmetrischen Informationsver-teilung charakterisiert. Der Begriff der asymmetrischen Informationsverteilung umschreibt, dass zwischen den Akteuren des Gesundheitswesens vor und/oder nach Abschluss von Kontrakten ungleich verteilte Informationsbestände vorliegen. In Bezug auf Versicherungsmärkte wird von Moral Hazard gesprochen, wenn das Individuum, weil es versichert ist, eigene Maßnahmen zur Reduzierung seines Risikos vernachlässigt. Dabei bezeichnet Moral Hazard als die Tatsache, dass der Versicherungsvertrag selbst die Anreize und damit die Schadenwahrscheinlichkeit än-dert, auf deren Basis der Versicherungsvertrag zustande kommt. Das Phänomen des „Moral Ha-zard“ kann sowohl im Kontext von Vertragsbeziehungen zwischen den privaten Krankenversi-cherungen (Kostenträger) und Privatversicherten (Leistungsnachfrager) als auch zwischen den Privatversicherten (Leistungsnachfrager) und Ärzten (Leistungserbringern) auftreten.Im vorliegenden WHL-Diskussionspapier wird zunächst im Rahmen eines theoretischen Modells gezeigt, inwiefern ex-ante und ex-post Moral-Hazard-Verhalten von Versicherten zu einem Zu-sammenbruch der Versicherungsmärkte führen kann. Anschließend wird darüber diskutiert, wie die asymmetrische Informationsverteilung zwischen Versicherten und Versicherungsunterneh-men und das daraus resultierende Moral Hazard-Verhalten mit Hilfe des Ansatzes mobiler End-geräte (Smart Phone Apps) abgemildert werden kann. Darauf aufbauend werden wesentliche Ansatzpunkte für die zukünftige Forschung zum Einsatz mobiler Endgeräte in dem umrissenen Anwendungsgebiet abgeleitet. Es wurden drei Themenfelder herausgearbeitet, auf denen in Zu-kunft intensiv Forschung betrieben werden sollte. Neben der „Analyse der individuellen Akzep-tanz des Einsatz mobiler Endgeräte“ sind die Frage nach der  „Ausgestaltung des Einsatzes von mobile Endgeräten bei Privatversicherten“ sowie Untersuchung der „Effekte des Einsatzes von mobile Endgeräten bei Privatversicherten“ in diesem Zusammenhang zentral. Es ist zu erwarten, dass diese Forschungen einen wesentlichen Beitrag zur Behebung von Ineffizienzen im Gesund-heitswesen und somit zur gesellschaftlichen Nachhaltigkeit liefern können.

DP Nr. 34

DP Nr. 33: Nguyen, Tristan; Schüßler, Alexander: Behavioral Finance als neuer Erklärungsansatz für "irrationales " Anlegerverhalten

Abstract DP Nr. 33
Behavioral Finance ist ein Teilgebiet aus dem wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsfeld Behavioral Economics. Es vereint Elemente aus dem Bereich der Verhaltenspsychologie, welche die menschliche Entscheidungsfindung untersucht, mit der klassischen Kapitalmarkttheorie, um die Preis- bzw. Renditeentwicklung an den Kapitalmärkten zu erklären. Der Ansatz versucht, empirisch beobachtbare Anomalien zu erklären, die gegen die Validität der Effizienzmarkthypothese der klassischen Kapitalmarkttheorie sprechen.
Der neue Erklärungsansatz „Behavioral Finance“ durchleuchtet die Verhaltensmuster von Marktakteuren unter einem empirischen Blickwindel. Dieser neue verhaltenswissenschaftliche Ansatz erhebt den Anspruch, das Geschehen auf Finanzmärkten mithilfe möglichst realitätsnaher Verhaltensannahmen zu beschreiben. Im Gegensatz zur bislang angenommenen Effizienzmarkthypothese aus der klassischen Finanztheorie erklärt die Behavioral Finance die Preisbildung auf den Kapitalmärkten nicht ausschließlich über ökonomische Faktoren wie Zahlungsströme und Zinsen, sondern über das Zusammenspiel von ökonomischen, psychologischen und soziologischen Faktoren, die im vorliegenden Aufsatz kurz dargestellt werden sollen.
Die Berücksichtigung dieser zusätzlichen Einflussfaktoren im Behavioral-Finance-Ansatz führt dazu, dass Marktpreise für Finanzprodukte von den ihnen zu Grunde liegenden inneren Werten (Fundamentalwerten) über einen längeren Zeitraum abweichen können. Dies ist auch nicht verwunderlich, da bei der Bestimmung der Fundamentalwerte lediglich ökonomische Faktoren wie Zahlungsströme und Zinssätze berücksichtigt werden. Die Realität zeigt jedoch, dass auch psychologische und soziologische Faktoren eine wichtige Rolle bei der Bewertung spielen. Insofern stellt der Behavioral-Finance-Ansatz eine sinnvolle Ergänzung und Erweiterung der klassischen Kapitalmarkttheorie dar. Lahr, April 2011.

DP Nr. 33

 

DP Nr. 32: Nguyen, Tristan; Molinari, Philipp: Accounting of Insurance Contracts According to IASB Exposure Draft IFRS 4

Abstract DP Nr. 32
The International Accounting Standards Board (IASB, former IASC) has been working on a new international standard for insurance contracts based on fair value for about ten years now. However, details on how to measure such a value in practice were unclear for long time. Therefore the IASB decided to split the project into two phases: IFRS 4 as interim standard in phase I allowed insurers to mainly keep their former accounting models. Phase II was initiated by the publication of a Discussion Paper in May 2007. The Discussion Paper “Insurance Contracts” proposed accounting of insurance liabilities based on a so called “Current Exit Value”. Facing severe criticism from both science and industry mainly concerning the reliability of such a hypothetical value, the IASB decided to go for a completely different direction and abandoned the view of a hypothetical transfer of the insurance portfolio. The measurement model that the IASB proposed within its Exposure Draft “Insurance Contracts” published in July 2010 aims at incorporating the insurer’s own view in determining the value of insurance liabilities.
The building blocks for the valuation of insurance liabilities remain an explicit, unbiased and probability-weighted estimate of the future cash flows, a discount rate that adjusts those cash flows for the time value of money and an explicit estimate of the effects of uncertainty about the amount and timing of those future cash flows. However, as the IASB does no longer pursue the Current Exit Value, there are significant changes to the determination of these building blocks. In this chapter we analyze to which extents the accounting model for insurance liabilities in the exposure draft is qualified to generate useful information to users of financial statements. Furthermore, we give recommendations about which fields need further adjustments in order to comply with decision usefulness as the overriding principle. Lahr, April 2011.

DP Nr. 32

 

DP Nr. 31: Mensonides-Harsema, Marguérite M., mit einem Geleitwort von Herrn Prof. Dr. Andreas Otte: Regulation (EC) No 1901/2006 and 1902/2006: Development of Pharmaceuticals for the Pediatric Population, The Pediatric Investigation Plan (PIP)

Abstract DP Nr. 31
In 2006, the European Commission published Regulation EC 1901/2006. The objective of this legislation is to encourage the development of both in- and off-patent drugs that are suitable for the treatment of children. The final goal being the development of medication for children that is guaranteed to be as safe, effective and of high quality as the medication that has received market authorization for use in the adult population. This is done through a set of incentives (prolonged or renewed patent protection) and deterrents (refusal of market authorization).
This discussion paper portrays the history of Regulation EC 1901/2006 and the different constituents of this paediatric regulation. The article lays special focus on the paediatric investigation plan. The final part of the manuscript concentrates on the differences and similarities between paediatric legislation in the USA and in the EU. It is anticipated that these laws will curb the pharmaceutical industry into the inclusion of children/adolescents in their R&D schemes, both for their innovative as for generic drugs. Lahr, September 2010.

DP Nr. 31

 

DP Nr. 30: Nguyen, Tristan; Ben Shlomo, Jonathan: Hat ein Reverse Mortgage mit Wohn-Riester eine Zukunft in Deutschland? Lahr 2010

abstract DP Nr. 30
In Zeiten des demographischen Wandels, in dem immer mehr Rentner mit steigender Lebenserwartung sinkenden Geburtenraten gegenüber stehen, bietet ein Immobilienverzehrplan eine alternative Lösungsmöglichkeit, um der Altersarmut entgegenzuwirken. Das Produkt Reverse Mortgage verbindet sowohl eine lebenslange Rentenzahlung als auch den Verbleib im Eigenheim und leistet damit einen Beitrag zur privaten kapitalgedeckten Altersvorsorge. Trotzdem existiert in Deutschland bisher kein vergleichbares Produkt auf dem Markt, während es in anderen europäischen Ländern bereits erfolgreich eingeführt wurde und vor allem im Ursprungsland, den USA, etwa eine halbe Million verkaufter Reverse Mortgage Verträge für die Attraktivität dieses Produktes sprechen. Im Hinblick auf das immer größer werdende Potenzial für Reverse Mortgage Produkte in Deutschland analysiert dieser Artikel die angebotsseitigen Risiken und die Akzeptanzhemmnisse der Nachfrageseite kritisch und stellt eine Verknüpfung der 2008 eingeführten Wohn-Riester Rente mit denen einer umgekehrten Hypothek her. Die Kombination von Wohn-Riester und einem Reverse Mortgage stellt sich als attraktive Lösungsmöglichkeit für die Zukunft heraus, um sowohl im Erwerbsalter als auch im Rentenalter das zu versteuernde Einkommen zu mindern und einen Nettovorteil zu generieren. Als Nebenziel wird eine höhere Wohneigentumsquote erreicht, die eine wichtige Säule der privaten Altersvorsorge darstellt. Besonders attraktiv ist ein Reverse Mortgage sowohl für Rentner ohne Erbmotiv, die sich ihren hohen Lebensstandard sichern wollen, als auch für Senioren mit geringen liquiden Mitteln.

DP Nr. 30

 

DP Nr. 29: Wörtche, Gerhard; Nguyen, Tristan: M&A Transactions by Private Equity and Hedge-Funds - Some Empirical Evidence for Financial Regulation, Lahr 2010

abstract DP Nr. 29
Due to the recent financial and economic crisis, there is a controversial discussion about the implications of mergers and acquisitions from Private Equity and Hedge-Funds. It is argued that acquisitions, which are driven from Financial Investors like Private Equity and Hedge-Funds, have solely short term profit interests and might be a source for future financial crisis. Therefore, these Financial Investors might have to be regulated more severely. This paper examines the implications of mergers and acquisitions from different types of investors by analyzing the wealth effects of Austrian- and Swiss target companies. The results of our analysis support the necessity of special regulations for Financial Investors such as Private Equity and Hedge-Funds.

DP Nr. 29

 

DP Nr. 28: Wörtche, Gerhard; Nguyen, Tristan: How did different Investment Strategies perform when applied to an International Portfolio? Lahr 2010

abstract DP Nr. 28
This paper shows from the viewpoint of a European investor whether the final performance parameters  of several investment strategies are mainly due to returns of foreign markets or through the exchange rate development. Besides the analysis in mean-variance terms, it will be evaluated how robust the results are over time. The empirical analysis indicates that – the relative young more sophisticated approaches are superior to the traditional strategies, the impact of the exchange rate development can-not be ignored in an equity portfolio and nearly no conclusion can be drawn in the context of a supe-rior in- and out-of-the-sample period.  

Key words:
Investment Strategies, Portfolio Optimization, International Portfolio Management, International Asset Allocation, Stock Market Returns, Exchange Rate Risk.

DP Nr. 28

 

DP Nr. 27: Nguyen, Tristan; Molinari, Robert Danilo: Solvency II - Considering Risk Dependencies, Lahr 2010

abstract DP Nr. 27
In April 2009 the European Parliament adopted a directive “on the taking-up and pursuit of the business of Insurance and Reinsurance” (Solvency II). According to this Solvency II directive the Solvency Capital Requirement (SCR) corresponds to the economic capital needed to limit the probability of ruin to 0.5 %. This implies that (re-)insurance undertakings will have to identify their overall loss distributions. The standard approach of the mentioned Solvency II directive proposes the use of a correlation matrix for the aggregation of the single so-called risk modules respectively sub-modules.

In our paper we will analyze the method of risk aggregation via the proposed application of correlations. We will find serious weaknesses, particularly concerning the recognition of extreme events, e. g. natural disasters, terrorist attacks etc. The reason for this is that correlations compress information about dependencies into a single ratio. Therefore important information concerning the tail of a distribution may possibly not be considered. In contrast, multivariate distribution functions provide full information with respect to dependencies between the relevant risks. However, aggregation of risks through “traditional” multivariate modeling causes technical difficulties. A possible solution for this dilemma can be seen in the application of copulas.

We come to the conclusion that it would have been desirable to fix the concept of copulas in the new solvency directive. Even though the concept of copulas is not explicitly mentioned in the directive, there is still a possibility of applying it. (Re-)insurers will be able to design their internal models by using an aggregation method more complex but even more precisely (e. g. copulas) than the solely utilization of a correlation matrix. It is clear that modeling dependencies with copulas would incur significant costs for smaller companies that might outbalance the resulting more precise picture of the risk situation of the insurer. However, incentives for those companies who use copulas, e. g. reduced solvency capital requirements compared to those who do not use it, could push the deployment of copulas in risk modeling in general.

DP Nr. 27

 

DP Nr. 26: Pollmann, Marian; Schöning, Stephan: Modifikation der 1. Säule von Basel II: Zusätzliche Anforderungen im Bereich der Marktrisiken, Lahr 2010

abstract DP Nr. 26
Nicht erst die Finanzmarktkrise hat aufgezeigt, dass die bestehenden Regelungen zur Eigenkapitalunterlegung von Marktrisiken bestimmte Risiken nicht oder nicht adäquat berücksichtigen. Dies hat den Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht veranlasst, bereits im Jahr 2008 Modifikationsvorschläge zu veröffentlichen und im Rahmen eines Konsultationsprozesses mit der Kreditwirtschaft zu diskutieren. Die Ergebnisse wurden im Juli 2009 präsentiert. Der Beitrag fasst die geplanten Änderungen zusammen und würdigt diese unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Konsultationsphase.

DP Nr. 26

 

DP Nr. 25: Schöning, Stephan: Zur Bedeutung regionaler Marktstrukturen im Kreditwesen für Bankkreditfinanzierungen von (kleinen) KMU in Deutschland, Lahr 2009

abstract DP Nr. 25
Die Ursachenanalyse für die aktuellen Probleme von KMU, eine Bankkreditfinanzierung zu erhalten, konzentriert sich bislang auf die Erörterung der Neufassung der Regelungen zur Eigenkapitalunterlegung von Kreditrisiken („Basel II“) und auf Untersuchungen zum Kreditvergabeverhalten von Banken. Hingegen wird weitgehend ausgeblendet, dass das Kreditangebot je nach regionaler Marktstruktur unterschiedlich ausfallen kann und KMU zumeist auf regionale Anbieter angewiesen sind.
Im Diskussionspapier werden die Ergebnisse einer Untersuchung der regionalen Komponente vorgestellt, in der die Wettbewerbssituation der Banken und Sparkassen in den norddeutschen Bundesländern auf Kreis- und Landesebene zunächst erhoben und anschließend analysiert wird. Es werden erhebliche Unterschiede nachgewiesen. Insbesondere in den Neuen Bundesländern, aber vereinzelt auch in den alten Bundesländern, lassen sich Marktgebiete aufzeigen, in denen aufgrund einer Quasi-Monopol-Stellung der Sparkassen KMU Schwierigkeiten haben dürften, Kredite in ausreichendem Umfang zu erhalten. Die Situation hat sich im Vergleich zu einer Vorgängeruntersuchung sogar leicht verschlechtert.

DP Nr. 25

 

DP Nr. 24: Nguyen, Tristen; Molinari, Philipp: Fair Value-Bewertung von Versicherungsverträgen im Spannungsfeld zwischen Relevanz und Verlässlichkeit, Lahr 2009

abstract DP Nr. 24
Die Bilanzierungspraktiken der internationalen Versicherungswirtschaft unterliegen derzeit gravierenden Veränderungen, welche kontrovers diskutiert werden. Das im Mai 2007 veröffentlichte Discussion Paper "Preliminary Views on Insurance Contracts" stellt die Grundlage für einen endgültigen Standard für Vrsicherungsverträge IFRS 4 dar, der ab 2011 in Kraft treten soll. Als Wertansatz für die Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen ist der Fair Value in der Form eines sog. Current Exit Value vorgesehen, dessen Berechnung auf Basis von drei Informationsblöcken erfolgt. Im vorliegenden Beitrag wird untersucht, inwiefern die geplante Fair Value Bewertung von versicherungstechnischen Verpflichtungen für die Bilanzleser entscheidungs- nützlich ist. Es hat sich herausgestellt, dass die geplanten Regelungenzwar eine hohe Entscheidungsrelevant aufweisen. Jedoch geht dies stark zu Lasten der Verlässlichkeit. Um in diesem Spannungsfeld zwischen Relevant und Verlässlichkeit dennoch eine hohe Entscheidungsnützlichkeit der übermittelten Informationen zu erreichen, ist eine faktische Einschränkung der Spielräume durch eine gesteigerte Transparenz notwendig.
Stichworte: Fair Value, Versicherungsvertrag, Current Exit Value, Entscheidungsrelevant, Verlässichkeit, IFRS 4, versicherungstechnische Verpflichtungen. 

DP Nr. 24

 

DP Nr. 23: Wink, Konrad; Otte, Andreas: Die Bedeutung der klinischen Forschung an kardiovaskulären Erkrankungen für die Gesundheitsforschung, April 2009

abstract DP Nr. 23
Die Erkennung und besonders die Behandlung von Herz-/Kreislauferkrankungen kann noch nicht als befriedigend angesehen werden. So ist die Therapie von Herz-/Kreislauferkrankungen zum größten Teil noch symptomatisch und nicht kausal ausgerichtet. Wenn auch die Gentherapie kausale Möglichkeiten der Therapie erahnen lässt, dürfen doch pragmatische Ansätze, die nicht unbedingt kausal eingreifen, nicht vernachlässigt werden. Maßnahmen, die z.B. dem Herzen elektrische Reize aufzwingen, sind wohl zunächst erfolgreicher als die Substitution defekter Basen. Die Implantation von Defibrillatoren hat sich als lebensrettend erwiesen, ebenso die chemische Auflösung von Blutgerinnseln.

Von großer Bedeutung für kardiovaskuläre Erkrankungen sind auch Verbesserungen, die durch technische Entwicklungen entstanden sind. Ein Beispiel hierfür sind Kathetertechniken, die verengte Gefäße erweitern und damit riskantere operative Eingriffe vermindern. Auch der Zufall muss wahrgenommen und genutzt werden. So überraschen fettsenkende Substanzen im Blut durch noch nicht völlig aufgeklärte Mechanismen zu einer Rückbildung von Stenosen bei Gefäßengen.

Experimentelle anatomische und pathologische Forschung kann zu deutlichen Fortschritten führen. Die Entdeckung, dass Herzrhythmusstörungen bevorzugt von den Einmündungsstellen der Lungenvenen in den linken Vorhof ausgehen, ist Ausgangspunkt zur Behandlung von Vorhofflimmern durch Ausschaltung der Lungenveneneinmündungsstellen. Ebenso sind physiologische Klärungen wie Ungleichmäßigkeiten in der Kontraktionsfolge beider Herzkammern hilfreich zur Verbesserung und Prognose von Herzinsuffizienzen geworden, indem durch elektrische Stimulation eine gleichmäßige Kontraktion beider Herzkammern erreicht wurde.

Die Verwerfung nicht mehr ausreichend stützbarer Hypothesen ist ein wissenschaftliches Prinzip (Kuhnscher Paradigmenwandel), das sich bei der Behandlung der Herzinsuffizienz günstig auswirkte. So verließ man die Ansicht, dass das geschwächte Herz gestützt werden muss, sondern schonte es (Beta-Rezeptorenblocker), damit es sich erholen kann und eine bessere Funktion gewinnt.

Die Forschung darf auch nicht allein nach mathematischen Prinzipien (z.B. Standard-abweichung) von Normwerten ausgehen. Die Epidemiologie und auch die praktischen Erfahrungen können zeigen, dass Normwerte auf der Basis von Punktschätzer und Streuparameter keine Norm-, sondern allenfalls Richtwerte sind. Wir müssen diese Richtwerte nach ihrem Krankheitswert und der therapeutischen Verbesserung festlegen. Dies zeigte sich bei den kardiovaskulären Risikofaktoren, und es ist vorauszusehen, dass sie ständig nach unten korrigiert werden müssen.

Die chemisch-pharmakologische Forschung ist die Grundlage zur Erkennung neuer Substanzen und deren evtl. nutzbringendem Wirkungsmechanismus, der dann zum erfolgreichen Medikament führt. Meist kommt es dabei zu weiteren Fragen mit der Möglichkeit eines neuen Erkenntnisgewinns, der evtl. wieder günstig genutzt werden kann. So ist mit dem Renininhibitor die Frage nach der Wirkung des Prorenins aufgetaucht, das wahrscheinlich doch von pharmakologischer Bedeutung ist, die zum Wirkungsmechanismus beiträgt.

Entscheidend ist somit, dass präklinische und klinische Forschung uneinheitlich auf verschiedenen Wegen erfolgt (Feyerabends anarchistische Wissenschaftstheorie) und ausreichend interdisziplinäre Kontakte vorhanden sind. Welche Entwicklungsfelder dabei gefördert werden, sollte wesentlich auch vom Zufall abhängen und das ist gut so: „anything goes“ (wieder nach Feyerabend).

DP Nr. 23

 

DP Nr. 22: Otte, Andreas: Funktionelles Neuroimaging beim HWS-Schleudertrauma, April 2009

abstract DP Nr. 22
Das durch Akzelerationskräfte induzierte Halswirbelsäulen-Schleudertrauma wird oft als eine Erkrankung mit intensiver Symptomatologie bei fehlenden objektiven Zeichen angesehen. Zusätzlich zu zervikalen Symptomen treten zerebrale Symptome auf; diese umfassen kognitive Störungen speziell in Konzentrationsvermögen und komplexen Aufmerksamkeitsprozessen, Nystagmus, Schwindel, Tinnitus, Sehstörungen und depressive Verstimmung. Die morphologische bildgebende Diagnostik des Gehirns (Computertomographie oder Magnetresonanztomographie) ist in den meisten Fällen unauffällig. Im Gegensatz dazu zeigt die funktionelle Bildgebung der Nuklearmedizin (wie Single-Photonen-Computer-Tomographie oder Positronen-Emissions-Tomographie) Hinweise auf zerebrale Minderdurchblutung bzw. verminderte Glukoseaufnahme in der parieto-okzitpitalen Region. Im Spannungsfeld der andauernden medizinischen wie auch juristischen Diskussion um das Thema des Halswirbelsäulen-Schleudertraumas könnte ein kritischer Ansatz bei der Interpretation dieser neuen Forschungsergebnisse des funktionellen Neuroimagings von einigem Nutzen sein.

Schlüsselwörter: HWS-Schleudertrauma – HWS-Distorsion – zerebrale Symptomatik – SPECT – PET

Whiplash injuries with distortion of the cervical spine induced by acceleration forces are often looked upon as accidents causing extensive symptomatology without the presence of objective findings. Apart from cervical symptoms symptomatology includes cerebral symptoms such as cognitive disturbances especially in concentration and complex attentional processing, nystagmus, dizziness, vertigo, tinnitus, oscillopsia, blurred vision, and depression. Whereas morphological imaging (computed tomography, magnetic resonance imaging) of the brain is in most cases inconspicuous, functional imaging using the Nuclear Medicine devices single-photon-emission-computed-tomography or positron emission tomography has shown evidence of cerebral hypoperfusion and hypometabolism in the posterior parietal occipital region. In the light of the ongoing medico-legal discussion in the field, a critical approach to the interpretation of these new research data of functional neuroimaging may add substantial value.

Key words: Whiplash injury – distortion of the cervical spine – cerebral symptoms – SPECT – PET

DP Nr. 22

 

DP Nr. 21: Nguyen, Tristan: Versicherbarkeit von Katastrophenrisiken und staatliche Risikoübernahme, Februar 2009

abstract DP Nr. 21
Die Anzahl der Katastrophen hat seit Ende der sechziger Jahre enorm zugenommen. Während im Jahr 1970 im Durchschnitt etwa 100 Katastrophen pro Jahr eintraten, hat sich die Anzahl der Katastrophenereignisse zwischen 1970 und 2007 mehr als verdreifacht. Allein der Hurrikan Kathrina hat im Jahr 2005 Versicherungsschäden von ca. 68,5 Mrd. USD verursacht. Angesichts der Rekordschäden durch Katastrophenereignisse stellt sich die Frage nach der prinzipiellen Versicherbarkeit dieser Risiken. Das vorliegende WHL-Diskussionspapier untersucht die Versicherbarkeit von Katastrophenrisiken aus verschiedenen Aspekten.

Es hat sich herausgestellt, dass bei Katastrophenrisiken mit einem gewaltigen und schwer schätzbaren Schadenpotential der private Versicherungsmarkt an seine Grenzen stößt. In solchen Fällen können die Grenzen der Versicherbarkeit dadurch erweitert werden, dass der Staat im Rahmen seiner ordnungspolitischen Aufgaben Versicherungskapazitäten bereitstellt bzw. Maßnahmen ergreift, welche die Verfügbarkeit von Versicherungsschutz verbessern. In diesem Sinne haben viele Länder staatliche Programme ins Leben gerufen, um die Verfügbarkeit von Versicherung von Katastrophenrisiken sicherzustellen, die der Privatsektor nicht vollständig deckt.

Dank seiner hoheitlichen Möglichkeit, Steuern zu erheben, kann der Staat als Versicherer der letzten Instanz besser mit Extremschäden umgehen. Die Verteilung des Risikos auf die gesamte Gesellschaft würde die Risikogemeinschaft stark erweitern und damit den Risikoausgleich im Kollektiv verbessern. Dadurch werden bezahlbare Versicherungsprämien ermöglicht. Wirtschaftlich lässt sich eine solche staatliche Maßnahme damit rechtfertigen, dass die Schaffung angemessener und effektiver Versicherungsprogramme dem Allgemeinwohl dient und insgesamt zu einer Pareto-Verbesserung führt. Allerdings dürfen die staatlichen Haftungsgarantien nicht dazu führen, bestimmte Branchen einseitig zu subventionieren und Versicherungsnachfrage dort zu generieren, wo sie bei einer risikogerechten Prämie nicht bestehen würde. Dies würde zu Fehlallokationen von Risiken führen.

DP Nr. 21

 

DP Nr. 20: Molinari, Robert D.: Der Richtlinienentwurf zum neuen Solvabilitätssystem für die Versicherungsbranche - Ein Zwischenfazit, Februar 2009

abstract DP Nr. 20
Alle Unternehmen in unserer Marktwirtschaft sind gewissen Risiken ausgesetzt, für die sie aber auch durch die Chance auf einen entsprechenden Gewinn entschädigt werden. Insbesondere für Versicherungsunternehmen spielen Risiken jedoch eine ganz besonders große Rolle, da es zu ihrem Geschäftsmodell gehört, Risiken von anderen gegen Zahlung einer Prämie zu übernehmen. Aufgrund des öffentlichen Interesses an einem funktionierenden Versicherungsmarkt unterliegt die Eigenkapitalstruktur von Versicherern besonderen Vorschriften. Nach den derzeit in der EU gültigen Solvabilitätsvorschriften orientieren sich die von einem Versicherungsunternehmen zu erfüllenden Eigenkapitalanforderungen allerdings nur in sehr geringem Maße an der tatsächlichen Risikosituation des jeweiligen Unternehmens. Deshalb soll nun mit dem Projekt Solvency II ein Konzept entwickelt werden, das eine zeitgemäßere Methode zur Eigenkapitalregulierung von Versicherungsunternehmen liefert. Der derzeitige Stand dieses Projektes soll im vorliegenden WHL-Diskussionspapier dargestellt und beurteilt werden.

das angedachte europäische Solvabilitätssystem als deutlich fortschrittlicher gegenüber seinem Vorgänger (Solvency I) gilt. Die klare Festlegung eines Risikomaßes mit eindeutigem Konfidenzniveau sowie die umfangreichen Offenlegungspflichten tragen in hohem Maße dazu bei, die Öffentlichkeit über die Risikolage der (Rück-)Versicherer umfassend zu informieren. Die Verfolgung des Ziels der aufsichtlichen Konvergenz und die weltweite Anwendbarkeit der Regelungen führen zur besseren Vergleichbarkeit der Ergebnisse und damit zu fairerem Wettbewerb.

Zu kritisieren ist allerdings die unzureichende Regelung von auf freiwilliger Basis zusätzlich veröffentlichter Informationen sowie die Abhängigkeit der Kapitalanforderung für das operationelle Risiko von den Prämien und den versicherungstechnischen Rückstellungen. Einen weiteren Kritikpunkt stellen die unzureichenden Maßnahmen zur Verhinderung externer Kosten im Insolvenzfall dar. Aus risikotheoretischer Sicht sind v. a. die Wahl des Value at Risk als nicht kohärentes Risikomaß und die Vorgabe von Korrelationskoeffizienten, die willkürlich festgelegt scheinen und die gefährlichen Abhängigkeiten in den rechten Verteilungsenden nicht berücksichtigen, zu bemängeln. Ob die genannten Mängel bis zur endgültigen Umsetzung des Richt­linienentwurfs behoben werden, bleibt fraglich und hängt z. T. auch noch von den im Rahmen von Durchführungsmaßnahmen erlassenen Bestimmungen ab.

DP Nr. 20

 

DP Nr. 19: Nguyen, Tristan; Djodat, Natalie: Empirical Evidence of Corporate Governance Disclosure in Brazil, China, India, Korea and Russia, Januar 2009

abstract DP Nr. 19
In this paper, we examine the level of disclosure on corporate governance practices among the biggest companies (in terms of market capitalization) in the top five emerging markets Brazil, China, India, Korea and Russia in the time period 2007-2008 and its effects on performance and profitability. Using the survey of 50 companies with the UNCTAD Guidance on good practices in corporate governance disclosure as a benchmark we find that – ceteris paribus – the rate of disclosure: (1) is higher for companies in Brazil and India compared to Russia and Korea; (2) is higher for companies operating in financial services compared to other sectors; (3) correlates positively with return on equity; (4) does not affect market valua-tion; (5) increases with the legal environment; (6) increases with the market infrastructure.
The results of the study support theoretical arguments that corpo-rate governance disclosure increases performance, measured by return on equity. However, this study disproves theories that find a positive correlation with market valuation, measured by price to book ratio. Practical Implications: A country’s government environment – especially legal and market infrastructure - highly affect the companies’ rate of disclosure which then increases profitabil-ity. To policy makers and practitioners, the results suggest that corporate governance should be monitored. Good legislation and a market environment free from corruption are essential for corporate governance disclosure to be efficient.

Keywords: Corporate governance, disclosure, emerging markets, transparency, price to book ratio, return on equity, governance environment

DP Nr. 19

 

DP Nr. 18: Nguyen, Tristan; Bach, Wolgang: Prinzipienbasierte Aufsicht am Beispiel des Proportionalitätsgrundsatzes von Solvency II, Januar 2009

abstract DP Nr. 18
Der Finanzsektor unterliegt wie kaum eine andere Branche in hohem Maß aufsichtsrechtli­chen Anforderungen. Als Reaktion auf die weltweite Finanzkrise finden gegenwärtig auf nationaler und internationaler politischer Ebene intensive Bestrebungen statt, um die Fi­nanzmärkte einer strengeren Regulierung zu unterziehen. Für die Versicherungsbranche vollziehen sich diese Bestrebungen vor dem Hintergrund des laufenden Solvency-II­ Projekts zur Reformierung der europäischen Versicherungsaufsicht. Während die derzeiti­ge Versicherungs-aufsicht in Deutschland überwiegend auf präskriptiven Regeln gründet, steht das Solvabilitätssystem Solvency II für einen Aufsichtsansatz, der aufsichts-rechtliche Vorgaben eher als prinzipienbasierte Anforderungen formuliert. Eine übergreifende Be­deutung kommt dabei dem Prinzip der Proportionalität zu.

Befürworter einer mehr prinzipienorientierten Aufsicht verweisen insbesondere auf die größere Flexibilität gegenüber einer starren regelbasierten Regulierung. Kritische Stimmen verweisen dagegen darauf, dass Prinzipien tendenziell eine schwächere Form der Regulie­rung begründen. Demnach würde die von Solvency II verfolgte Prinzipienausrichtung im Widerspruch zur gegenwärtigen Regulierungsdebatte stehen. Das vorliegende WHL­Diskussionspapier nimmt diesen scheinbaren Dissens zum Anlass, um sich mit den Cha­rakteristika und Implikationen einer prinzipienbasierten Aufsicht näher auseinander zu setzen.

Damit die prinzipienorientierte Aufsicht den gewünschten Erfolg erreicht, ist erforderlich, dass Aufsicht und Beaufsichtigte ein weitgehend gleiches Grundverständnis über die we­sentlichen Aspekte zur Klassifizierung des Risikoprofils und jene Lösungen haben, die für ein spezifisches Profil als angemessen gelten. Dies setzt voraus, dass

  • an die Stelle eines einseitigen Regelvorschreibens und Überprüfens der Regeleinhal­tung ein verstärkter wechselseitiger Dialog über die einer den individuellen Verhält­nissen angemessene Erfüllung der aufsichtlichen Anforderungen tritt;
  • Handlungskonsequenzen aus einem solchen Dialog nur zu erwarten sind, wenn er nicht ausschließlich auf Arbeitsebene, sondern mit Beteiligung der Entscheidungs­träger geführt wird;
  • beide Parteien bereit sind, die theoretischen und empirischen Grundlagen ihrer Sys­teme sowie die Gründe für ihre Entscheidungen umfänglich und kritikoffen zu kommunizieren.

DP Nr. 18

 

DP Nr. 17: Remmele, Bernd; Seeber, Günther: Exams To Go - Open Learning Motivation Through Accreditation, Oktober 2008

Abstract
Open Educational Resources (OER) can be analyzed in relation to the basic tension of the modern educational system. This is the tension between its educational function and its selection function. On the one hand it ought to foster learning in a most general way and on the other hand it has to select for specific careers. OER are obviously to be found on the side of the educational function as learning processes are outside of formal structures which usually provide selection criteria like degrees and diplomas. OER are however lacking an associated service industry (like e.g. OpenSource-Software distributors) which fosters their quality and their overall economic impact. The paper explores the possibility to find marketable services in relation to the selection function. It is argued that degree providing institutions can offer learners to accredit competences they acquired within open learning. As this accredition would be an asset in regard to access to better careers it might be possible to price this service in a cost-efficient way.

WHL-Diskussionspapier Nr. 17: Exams To Go - Open Learning Motivation Through Accreditation

 

DP Nr. 16: Seeber, Günther; Remmele, Bernd: Does Economic Competence Indicate the Individual Level of Agreement with Market Economy? Oktober 2008

Abstract
A series of studies tested the economic understanding of people, e.g. students, in several countries. In general the performance of the tested persons typically shows ‘deficits!. Are these deficits responsible for the scepticism towards market economy? And, could a better understanding improve the attitudes towards certain phenomena of economic life, like competition, income differences …? This paper identifies different factors influencing both: the level of economic understanding and the attitudes regarding market economy. It analyzes results of empirical studies and, as a conclusion, develops an ‘influence model’ reflecting the connection between perception and evaluation of market-induced phenomena and the degree of economic competence. The model is the fundament for the design of forthcoming studies.

WHL-Diskussionspapier Nr. 16: Does Economic Competence Indicate the Individual Level of Agreement with Market Economy?

 

DP Nr. 15: Wübker, Ansgar; Sauerland, Dirk; Wübker, Achim: Wie Qualitätsinformationen die Krankenhauswahl beeinflussen - eine empirische Untersuchung, April 2008

Abstract

Hintergrund:
Während es in der Theorie viele Hinweise darauf gibt, dass Informationen über die Qualität von medizinischen Leistungserbringern das Verhalten der Patienten beeinflussen können, gibt es bis dato wenige Informationen darüber, wie sich solche Informationen empirisch auswirken. So existieren etwa in Deutschland bisher keine systematischen Untersuchungen über den Einfluss von Qualitätsinformationen auf die Wahl von stationären Leistungserbringern, i.e. Krankenhäusern.

Problem:
International – insbesondere im amerikanischen Gesundheitswesen – ist die Publikation von Qualitätsinformationen im Krankenhausbereich seit knapp zwei Jahrzehnten etabliert. Auch in Deutschland gibt es inzwischen öffentlich zugängliche Informationen über die Qualität von Krankenhäusern. So sind für jedes zweite regionale Krankenhaus im Gebiet Rhein-Ruhr im Jahr 2005 umfassende, verständliche und gut aufbereitete Informationen unter Verwendung von Struktur- Prozess- und Ergebnisindikatoren veröffentlicht worden. Diese Daten wurden von den Krankenhäusern freiwillig bereitgestellt. Obwohl diese Informationen stark nachgefragt wurden, ist ihre Auswirkung auf das Patientenverhalten bisher nicht untersucht worden. Eine solche Wirkungsanalyse wird erstmals in der vorliegenden Arbeit durchgeführt.

Daten und Methodik:
Wir verwenden einen gepoolten Datensatz aus Quer- und Längsschnittdaten um die Auswirkung der Qualitätsinformationen zu überprüfen. Dazu greifen wir auf über 700.000 Patientendaten im Ruhrgebiet und im Raum Köln-Bonn (Kontrollgruppe) für die Jahre 2003 bis 2006 zurück (16 Quartale). In einem ersten Schritt überprüfen wir die Auswirkung der Qualitätsinformationen auf das Patientenverhalten anhand einer Fallzahlen und Marktanteilsanalyse. Konkret wird geprüft, inwiefern sich a) die Entscheidung zur Publikation allgemein und b) die Güte der publizierten Qualität auf die Krankenhausfallzahl und auf den Marktanteil ausgewirkt haben. Um Informationen zur räumlichen Wirkung der Qualitätsinformationen zu erhalten, führen wir im zweiten Schritt eine Mobilitätsanalyse durch. Hier prüfen wir, ob die Qualitätsinformationen einen Einfluss auf die Reisebereitschaft der Patienten haben. Bei den statistischen Analysen werden Kontrollvariablen auf Patienten- und Krankenhausebene berücksichtigt. Als Schätzmethoden verwenden wir Fixed-Effects und Random-Effects-Modelle, die die krankenhausspezifische Heterogenität der abhängigen Variablen – aufgrund unbeobachteter Einflussfaktoren – adäquat auffangen.

Ergebnisse:
Die empirische Analyse liefert drei fundamentale Ergebnisse.

  • Erstens: Krankenhäuser, die ihre Qualitätsdaten freiwillig veröffentlichen, werden – gemessen an den Fallzahlen – stärker nachgefragt als solche, die ihre Qualitätsdaten nicht veröffentlichen.
  • Zweitens: In der Gruppe der publizierenden Krankenhäuser werden Krankenhäuser mit unterdurchschnittlicher Qualität signifikant weniger oft gewählt als Krankenhäuser mit überdurchschnittlichen Qualität. Konkret können überdurchschnittlich gute Krankenhäuser ihre Marktanteile gegenüber relativ schlechten Häusern um statistisch signifikante 3 % ausbauen.
  • Drittens:
    Krankenhäuser mit unterdurchschnittlicher Qualität werden überwiegend von Patienten aus ihrer direkten Umgebung genutzt und deutlich seltener von Patienten, die weiter entfernt wohnen.

Fazit:
Die Publikation von Qualitätsdaten hat einen signifikanten Einfluss auf die Krankenhauswahl: eine höhere Qualität führt zu einer höheren Nachfrage. Aus Sicht der Krankenhäuser besteht daher (i) ein Anreiz, Qualitätsinformationen zugänglich zu machen und (ii) die Qualität der erbrachten Leistungen hoch zu halten. Aus Sicht der Patienten tragen solche Informationen zu einer besseren Orientierung bei.

WHL-Diskussionspapier Nr. 15: Wie Qualitätsinformationen die Krankenhauswahl beeinflussen – eine empirische Untersuchung

DP Nr. 14: Schwierz, Christoph; Wübker, Ansgar: Regionale Leistungsunterschiede im deutschen Gesundheitswesen - Ausmaß und Ursachen für die Diagnosegruppe der ischämischen Herzkrankheiten, März 2008

Abstract
Hintergrund und Ziel:
Die Messung der Leistungsfähigkeit von Gesundheitssystemen steht international hoch auf der politischen Agenda (vgl. WHO 2000, OECD 2003/OECD 2006). Die Identifizierung von Leistungsunterschieden kann zur Entwicklung von Instrumenten zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit genutzt werden. Ziel dieses Beitrages ist es regionale Unterschiede in der Leistungsfähigkeit des deutschen Gesundheitssystems zu identifizieren und Ursachen für diese Unterschiede empirisch zu ermitteln. Fokussiert wird sich bei der Analyse auf die so genannten „vermeidbaren Todesfälle“ der medizinisch und ökonomischen bedeutsamen Krankheitsgruppe der ischämischen Herzkrankheiten. Die Wahl des Indikators „vermeidbare Sterbefälle“ für diese Krankheitsgruppe ermöglicht es den Beitrag einzelner Komponenten des Gesundheitssystems zu approximieren. Dazu wird im Rahmen einer Ursachenanalyse geprüft, ob regionale Unterschiede in den vermeidbaren Sterbefällen durch regionale Unterschiede in sozioökonomischen Faktoren, der Marktstruktur oder auf Determinanten der kardiologischen Versorgung (Herzkatheterausstattung, PTCA, etc.) bedingt sind.


Datensatz:
Wir greifen auf einen gepoolten Datensatz zurück. Die von uns erhobenen Daten liegen für einen Zeitraum von 1996 bis 2004 für die 439 Kreise in Deutschland vor. Die altersstandardisierte Rate vermeidbarer Todesfälle ermitteln wir unter Nutzung der Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes. Als Quellen der Regressionsvariablen nutzen wir eine jährliche Totalerhebung des deutschen Krankenhaussektors, die von Bruckenberger verfassten Herzberichte sowie die Regionaldatenbank Genesis des Statistischen Bundesamtes. Die theoretische Begründung für die Auswahl der erklärenden Variablen liefert der Donabedian-Ansatz, nach dem die quantitative Ausstattung mit Ressourcen aber auch maßgeblich für die Ergebnisqualität ist, aber auch andere Faktoren von Bedeutung sind.

Methode:
Die föderale Struktur des deutschen Gesundheitswesens lässt strukturelle Unterschiede in der Gesundheitsversorgung zu. Daher trennen wir zeit, kreis- und bundeslandspezifische Einflussgrößen auf die vermeidbaren Todesfälle mit Hilfe so genannter Multilevel-Modelle durch die Aufnahme levelspezifischer Störterme. Die Schätzungsstrategie ist wie folgt. Ausgehend von einem Grundmodell ohne erklärende Variablen fügen wir sukzessive einzelne Erklärungsvariablen hinzu. Wir schätzen so den Erklärungsbeitrag sozioökonomischer Faktoren (u.a. Pro-Kopf-Einkommen), der Marktstruktur (u.a. Hirschman-Herfindahl-Index), der Leistungsseite (u.a. Ausstattung mit Herzkathetermessplätzen) und der Krankenhauspatientenstruktur (u.a. In-Hospital-Mortalität) auf die regionalen Unterschiede in der vermeidbaren Mortalität.

Ergebnisse:
In Deutschland lassen sich große regionale Differenzen in der vermeidbaren Mortalität ermitteln, die zu 34 % auf unbeobachtete bundeslandspezifische und zu 14 % auf unbeobachtete kreisspezifische Faktoren zurückgeführt werden können. Nach Aufnahme aller erklärenden Variablen können knapp 69 % der bundesland- und ca. 25 % der kreisspezifischen Unterschiede erklärt werden. Einen großen Erklärungsbeitrag für die regional bedingten Mortalitätsunterschiede liefert die Variable Pro-Kopf-Einkommen. Sie ist stark negativ mit der vorzeitigen Mortalität korreliert und erklärt knapp 35 % der bundeslandspezifischen Mortalitätsunterschiede. Aber auch die Variablen der kardiologischen Leistungsseite und hier insbesondere die Vorhaltung non Herzkathetermessplätzen können knapp 8 % der Unterschiede zwischen den Bundesländern begründen. Diese Variablen sind ebenfalls statistisch signifikant negativ mit der vorzeitigen Mortalität assoziiert.

Fazit:
In Deutschland scheinen sozioökonomische Unterschiede einen stärkeren Einfluss auf regionale Varianzen in der vorzeitigen Mortalität ischämisch bedingter Herzkrankheiten zu haben als Determinanten der medizinischen Versorgung. Dieses Resultat könnte auf das hohe Potential präventiver Strategien im deutschen Gesundheitswesen deuten. Die verwendete Methodik und die ermittelten Resultate können unseres Erachtens Referenz und Motivation für weitere Forschungsarbeiten sein, die dazu beitragen könnten, die Effizienz der knappen Ressourcen zu prüfen und womöglich zu steigern.

Regionale Leistungsunterschiede im deutschen Gesundheitswesen – Ausmaß und Ursachen für die Diagnosegruppe der ischämischen Herzkrankheiten

DP Nr. 14: Regionale Leistungsunterscheide im deutschen Gesundheitswesen - Außmaß und Ursachen für die Diagnosegruppe der ischämischen Herzkrankheiten


DP Nr. 13: Böcher, Clemens; Eisele, Jörg; Hartmann-Springorum, Dominik; Hirsch, Sebastian; Tübel, Heimo: Asymmetrische Informationsverteilung im Kapitalmarkt Wettbewerbsbeitrag im Rahmen des Postbank Finance Award 2006/2007, März 2007

Essay
In Zeiten einer zunehmenden Disintermediation der Finanzierungsbeziehungen und der damit einhergehenden stärkeren Nutzung der Kapitalmärkte werden verlässliche Informationen über die ‚Qualität’ von kapitalnachfragenden Staaten, Unternehmen und anderen Organisationen für die potentiellen Kapitalgeber immer wichtiger.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht darin, aus einer theoretischen Analyse praktische Handlungsempfehlungen für Kapitalgeber und Kapitalnehmer abzuleiten. Die theoretische Basis der Analyse liefern die beiden wesentlichen Ansätze der Neuen Institutionenökonomik: die Transaktionskostenökonomik sowie die Prinzipal-Agenten-Theorie. Beide analysieren die Relevanz von Informationen sowie die Kosten, die mit der Informationsbeschaffung verbunden sind. Insbesondere die Prinzipal-Agenten-Theorie kann zur Strukturierung und Lösung des hier diskutierten Problems beitragen.
Die Kapitalgeber – als Prinzipale – haben nämlich ex ante einen deutlich schlechteren Informationsstand über die Kapitalsuchenden – d.h. die Agenten – als diese selbst. Die bestehende Informationsasymmetrie kann ex ante, ex interim und ex post von den Agenten zu ihren Gunsten und zu Lasten der Prinzipale ausgenutzt werden.
Um dieses Risiko zu verringern, braucht der Kapitalgeber verlässliche Informationen über die Qualität des Kapitalnehmers. Aber auch aufgrund anderer ökonomischer Überlegungen ist der Abbau der bestehenden Informationsasymmetrie wichtig: Im Rahmen von Basel II müssen die Kreditrisiken, die bei unterschiedlichen Schuldnern bestehen, mit unterschiedlichen Eigenkapitalquoten hinterlegt werden.
Aus diesen Gründen ist die Messung des in einem Kapitalnehmer (oder einem Finanztitel) begründeten Risikos wichtig, um die Informationsasymmetrie zwischen Prinzipal und Agent abzubauen und die Effizienz des Kapitalmarkts zu erhöhen. Gäbe es – wie in den Modellen der traditionellen Mikroökonomik – keine asymmetrisch verteilten Informationen und keine Kosten der Informationsbeschaffung, so wären die Kapitalmärkte effizient(er). Da die Realität aber von den Modellprämissen der Mikroökonomik abweicht, ergibt sich die dringliche Frage nach adäquaten Instrumenten zum Abbau der bestehenden Informationsasymmetrie.
Als Instrumente, um dieses Ziel zu erreichen, stehen grundsätzlich interne und externe Ratings zur Verfügung. Die vorliegende Arbeit des studentischen Teams der WHL liefert eine theoretische und empirische Analysen der beiden Instrumente. Sie stellt ihre Vor- und Nachteile kritisch dar und nimmt eine Systematisierung ihre Einsatzbedingungen vor. Auch wird die Validität beider Instrumente kritisch hinterfragt.
Aus der theoretischen und empirischen Analyse abgeleitet werden schließlich Handlungsempfehlungen für die Praxis, die zeigen, wie und wann interne und externe Ratings zur Lösung des Problems der asymmetrischen Informationsverteilung im Kapitalmarkt beitragen können.

WHL-Diskussionspapier Nr. 13: Asymmetrische Informationsverteilung im Kapitalmarkt Wettbewerbsbeitrag im Rahmen des Postbank Finance Award 2006/2007

DP Nr. 12: Heinke, Mirko; Keil, Jürgen; Lengle, Marc; Schneider, Michael; Wendt, Jana: Mobilisierung interner Ratings, Wettbewerbsbeitrag im Rahmen des Postbank Finance Award 2006/2007, März 2007

Essay
Seit den 90er Jahren ist in Banken und Sparkassen der immer intensiver werdende Einsatz interner Ratingsysteme zur Bonitätsbeurteilung der Kreditnehmer und als Basis der Risikoquantifizierung im Kreditgeschäft festzustellen. Diese Entwicklung hat heute durch die mit den Richtlinien von Basel II verbundenen Notwendigkeiten ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Die Anwendung von Ratingsystemen bzw. Erstellung kreditnehmerspezifischer Ratings gehört heute zu den Kernaufgaben eines Kreditinstitutes. Der Aufbau bankinterner Ratingsysteme ist sehr kostenintensiv. Deshalb ist zu überlegen, ob und wie sich welche zusätzlichen Potentiale aus internen Ratingverfahren generieren lassen. Den Kreditinstituten wird deshalb im vorliegenden Beitrag vorgeschlagen, die Mobilisierung interner Ratings zu betreiben. Zur Mobilisierung interner Ratings werden drei alternative Strategien vorgeschlagen:

  • Free Sale beinhaltet die kostenfreie Kommunikation der Ratingergebnisse im Rahmen eines Ratinggespräches.
  • Direct Sale umfassen den kostenpflichtigen direkten Verkauf der Ratingergebnisse im Zuge einer Ratingberatung.
  • Delegated Sale stellt den indirekten Verkauf der Ratingergebnisse über eine Outsourcinglösung dar.

Sowohl Free Sale als auch Direct Sale fördern aus Sicht der Bank die Transparenz gegenüber den Kunden als Empfänger des Ratings. Damit verbunden ist die positive Folgewirkung einer tendenziell objektiveren Darstellung des Ratingergebnisses. Zusätzlich ist eine Reduzierung des Arbeitsaufwandes für künftige Ratingerstellungen durch verbesserte Kommunikation mit den Banken denkbar. Dies führt letztendlich zu einer Reduktion der operativen Kosten und der Risikokosten der Bank und somit zu einer Stärkung der Vertrauensbasis zum Kunden. Darüber hinaus lassen sich durch die Durchführung einer intensiven Ratingberatung neue Ertrags- und Cross-Selling-Potentiale generieren.
Über den Zugang zu spezialisierten Ressourcen, Kernkompetenzfokussierung und Kosteneinsparungspotentialen trägt Outsourcing im Rahmen des Delegated Sale zu einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Bank bei. Durch die Securitization von Forderungen auf Basis interner Ratings profitieren Banken von verbesserten Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung und von einem optimierten Liquiditätsmanagement. Großes Marktpotential entsteht außerdem durch den Bedarf von Unternehmen an geeigneten unternehmensinternen Risikofrühwarnsystemen bzw. durch die aus Spezialisierungseffekten entstehenden quantitativen Vorteile des Interbankenhandels von Ratings.
Die Mobilisierung interner Ratings kann somit zu verbesserter Liquidität, Risikoidentifizierung, Risikodifferenzierung, zu Kosten- und Spezialisierungsvorteilen und damit schlussendlich zu einer Stärkung des gesamten Finanzsystems führen

WHL-Diskussionspapier Nr. 12: Mobilisierung interner Rations, Wettbewerbsbeitrag im Rahmen des Postbank Finance Award 2006/2007

DP Nr. 11: Sauerland, Dirk; Kuchinke, Björn A.; Wübker, Ansgar: Warten gesetzlich Versicherte länger? Zum Einfluss des Versichertenstatus auf den Zugang zu medizinischen Leistungen im stationären Sektor

Abstract
Der mit der Gesundheitsreform 2007 gesetzlich festgeschriebene Versicherungsschutz für alle Bürger gewährleistet formal, dass der Zugang zu medizinischen Leistungen für alle Bürger in Deutschland sichergestellt ist. Da es aber auch nach der Reform weiterhin gesetzlich und privat versicherte Personen in Deutschland gibt, steht im Mittelpunkt dieses Beitrags die Frage, ob die faktischen Zugangsmöglichkeiten zur medizinischen Versorgung im stationären Bereich für alle Bürger gleich, d. h. unabhängig von der Art des Versicherungsschutzes sind. Als Indikator für die faktische Zugangsmöglichkeit betrachten wir die Terminvergabe, genauer: die Wartezeit bis zum Behandlungstermin.

Wir gehen davon aus, dass die Anreize zu einer möglichen Diskriminierung von gesetzlich und privat versicherten Personen, d. h. zu einem aktiven Einsatz der Wartezeit auf einen Behandlungstermin, auf die jeweiligen Restriktionen zurückzuführen sind, mit denen die stationären Leistungserbringer konfrontiert sind. Auf Grundlage der gesetzlichen Vorgaben zeigen wir mit Hilfe eines einfachen Modells, welche Anreize für die Entscheidungsträger in den Krankenhäusern bestehen, die Wartezeit als Steuerungsinstrument zu nutzen. Weiter prüfen wir anhand von 687 Testanrufen, ob die Krankenhäuser die Wartezeit auch tatsächlich als Instrument zur Diskriminierung zwischen gesetzlich und privat versicherten Patienten einsetzen.

Dabei zeigt sich, dass 25 Prozent der Krankenhäuser aktiv den Versichertenstatus abfragen. In diesen Häusern erhalten privat Versicherte signifikant schneller einen Behandlungstermin als gesetzlich versicherte Personen. Im Ergebnis bedeutet dies, dass der Zugang zu kurzfristig erforderlichen, stationären medizinischen Dienstleistungen in Deutschland von der Art der Versicherung abhängig sein kann.

WHL-Diskussionspapier Nr. 11: Warten gesetzlich Versicherte länger? Zum Einfluss des Versichertenstatus auf den Zugang zu medizinischen Leistungen im stationären Sektor

DP Nr. 10: Kuchinke, Björn A. und Wübker, Ansgar: Defizite öffentlicher Krankenhäuser in Deutschland: Empirische Befunde 1998 - 2004, Lahr 2007

Abstract Hintergrund:
Traditionell ist die Struktur deutscher Krankenhausdienstleistungsmärkte durch Akutkliniken in öffentlicher, frei-gemeinnütziger und privater Trägerschaft geprägt. Hierbei haben jedoch nur öffentliche Häuser im Falle der Erwirtschaftung eines Defizits die Möglichkeit, dauerhaft auf allgemeine Haushaltsmittel ihrer Träger zurückzugreifen. Problem: Das empirische Ausmaß der Defizite ist bislang jedoch noch nicht erarbeitet worden. Ebenso fehlt eine systematische, ökonometrische Aufarbeitung zur Ermittlung der Gründe für die Defizite.

Methodik:
In einem ersten Schritt wird mit Hilfe von Datensätzen des Statistischen Bundesamtes, der Deutschen Krankenhausgesellschaft und des Instituts für Weltwirtschaft das Niveau und die Entwicklung der Defizite innerhalb des Zeitraum von 1998 bis 2004 für die 16 deutschen Bundesländer ermittelt. In einem zweiten Schritt werden mit Hilfe einer Fixed-Effects-Schätzung die Gründe für die Defizite analysiert. Ergebnisse: Die Defizite im Betrachtungszeitraum von 1998 bis 2004 haben für Gesamtdeutschland immer über 2 Mrd. Euro betragen. Im Jahre 2004 ist trotz des Verkaufs zahlreicher Kliniken ein Spitzenwert von über 3 Mrd. Euro erzielt worden. Mit Hilfe der Fixed-effects Schätzung wurde einerseits ermittelt, dass die Verweildauer sowie die Zahl der Beschäftigten einen signifikant positiven Einfluss auf die Entwicklung der Defizite pro Kopf haben. Auf der anderen Seite haben die Fallzahl sowie das Volumen an KHG-Mitteln einen signifikant negativen Einfluss auf die Defizitentwicklung.

Schlussfolgerung:
Die Analyse hat gezeigt, wie hoch die Defizite in öffentlichen Krankenhäusern sind und welche statistisch signifikanten Ursachen ermittelt werden können. Insgesamt zeigen die Fixed-Effects-Schätzer jedoch auch, dass ein großer Teil der Unterschiede in den Defiziten zwischen den Bundesländern nicht erklärt werden kann. Somit besteht weiterer Forschungsbedarf.

WHL-Diskussionspapier Nr. 10: Defizite öfentlicher Krankenhäuser in Deutschland: Empirische Befunde 1998-2004

DP Nr. 9: Zaugg, Robert J.: Work-Life Balance, Lahr 2006

Zusammenfassung:
Der aufkommende Wertepluralismus, das zunehmende Bedürfnis nach Autonomie, die steigende Bedeutung der Gesundheit und die hohen stressbedingten Krankheitskosten sind Hinweise darauf, dass traditionelle Arbeitsformen den heutigen Gegebenheiten häufig nicht mehr entsprechen. Es besteht ein Bedarf an Massnahmen, welche die Balance zwischen Erwerbs- und Privatleben fördern. Dieses psychologische Gleichgewicht wirkt sich positiv auf das Verhalten und die Einstellungen von Personen aus. Es trägt dadurch u. a. zur Wertschöpfung in Unternehmungen bei. Der Beitrag definiert den Begriff der Work-Life Balance, stellt zentrale Erklärungsmodelle vor, entwickelt einen Bezugsrahmen und schlägt konkrete Ansatzpunkte auf einer individuellen, organisationalen und gesellschaftlichen Ebene vor.

Stichworte:
Work-Life Balance, Erwerbsleben, Privatleben, Border Theory, Personalmanagement, Arbeitszeitmanagement, Gesundheitsförderung, Work-Family Balance, psychologisches Gleichgewicht, Lebenszufriedenheit, Vertrauen, Selbstverantwortung

WHL-Diskussionspapier Nr. 9: Work-Life Balance

DP Nr. 8: Zaugg, Robert J.: Fallstudien als Forschungsdesign der Betriebswirtschaftslehre, Lahr 2006

Überblick
Die Fallstudienmethode erfreut sich in der Betriebswirtschaftslehre zunehmender Beliebtheit. Sie wird in der Lehre, in der Beratungspraxis, der Unternehmungsführung und der betriebswirtschaftlichen Forschung angewandt. Während die didaktischen Aspekte der Fallstudienmethode (Bearbeitung von Fallstudien) in der deutschsprachigen Literatur häufig thematisiert wurden, finden sich Anleitungen zur Nutzung der Fallstudie als Forschungsdesign eher selten.

Der vorliegende Beitrag wendet sich der Fallstudie als Forschungsdesign der Betriebswirtschaftslehre zu und entwirft eine Vorgehensheuristik zur Erarbeitung von Fallstudien. Die Berücksichtigung einiger zentraler Qualitätskriterien (z. B. Triangulation von Methoden und Perspektiven, Dokumentation des Forschungsprozesses, Eindeutige Festlegung des Forschungsgegenstandes etc.) erhöht die Vergleichbarkeiten und die Generalisierbarkeit von Fallstudien.

Stichworte: Fallstudie, explorative Forschung, Forschungsmethode, Lehre, Probemerkennung, Entscheidungsfall, Problemlösung, Triangulation

WHL-Diskussionspapier Nr. 8: Fallstudien als Forschungsdesign der Betriebswirtschaftslehre

 

DP Nr. 7: Seeber, Günther: Ökonomische Bildung in der Schule – Notwendigkeiten und Handlungsbedarfe, Lahr 2006

Abstract:
Der Beitrag will den gesellschaftlichen Stellenwert ökonomischer Bildung und ihre Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung herausheben. Gleichzeitig wird ein defizitäres ökonomisches Schülerwissen erkannt, so dass sich Handlungsbedarfe auf mehreren Ebenen ergeben: Es bedarf einer Verankerung des Themenfeldes Wirtschaft in der Schule, die sich deutlich von einem fachfremd gehaltenen Unterricht in so genannten Verbundfächern unterscheidet. Dazu bedarf es ausgebildeter Lehrerinnen und Lehrer, die in jeder Phase der Ausbildung von sachkompetentem Personal betreut werden. Es bedarf deshalb eigenständiger Lehramts-studiengänge für die ökonomische Bildung mit einem fachdidaktischen Angebot. Es werden Professorenstellen in der Fachdidaktik benötigt, um die sachgerechte Ausbildung zu gewährleisten und um die fachdidaktische Forschung und damit letztlich einen gelungenen Ökonomieunterricht zu stärken.

WHL-Diskussionspapier Nr. 7: Ökonomische Bildung in der Schule – Notwendigkeiten und Handlungsbedarfte

DP Nr. 6: Sauerland, Dirk: Künftige Herausforderungen der Langzeitpflege in Deutschland: Ordnungspolitische Anmerkungen, Lahr 2006

Abstract:
Im Mittelpunkt dieses Beitrags steht die Frage, welche Rahmenbedingungen gegeben sein müssen, damit sich funktionsfähige Märkte für Pflegeleistungen bilden können, um so insbesondere das Ziel einer präferenzgemäßigen Versorgung mit Pflegeleistungen zu erreichen. Ausgangspunkt des Beitrags ist die Überlegung, dass der Bereich der ambulanten und stationären Pflege aufgrund der demographischen Entwicklung in Deutschland zukünftig an Bedeutung gewinnen wird. Anhand von ordnungspolitischen Kriterien wird eine solche Rahmenordnung skizziert, die einen funktionsfähigen Qualitäts-Wettbewerb im Markt für Pflegeleistungen ermöglicht. Dem so hergeleiteten Referenzrahmen wird der Status quo in Deutschland gegenübergestellt. Aus der demografischen Entwicklung werden Projektionen über die zu erwartende Zahl der pflegebedürftigen Personen, der Ausgaben für Pflege, aber auch des notwendigen, qualifizierten Personals im Pflegebereich abgeleitet. Es zeigt sich, dass Engpässe im Personalbereich auftreten können, welche die Erreichung des oben genannten Versorgungsziels deutlich erschweren

WHL-Diskussionspapier Nr. 6: Künftige Herausforderungen der Langzeitpflege in Deutschlang: Ordnungspolitische Anmerkungen

DP Nr. 5: Sauerland, Dirk: Gesundheitsreformgesetze in Deutschland: Auswirkungen auf Ausgaben und Beitragssätze der Gesetzlichen Krankenversicherung, Lahr 2005

Abstract:
Gesundheitsreformgesetze mit dem Ziel, das Ausgabenwachstum der Gesetzlichen Krankenversicherung zu senken und so den Beitragssatz zu stabilisieren, haben eine lange Tradition in Deutschland. Das letzte Gesetz in dieser Reihe ist das Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GMG), das im Jahr 2004 in Kraft getreten ist. Analysiert man die Determinanten der realen pro Kopf-Ausgaben der GKV von 1960 bis 2003, so zeigt sich, dass von allen Reformgesetzen lediglich das Gesundheitsreformgesetz von 1989 einen signifikanten Einfluß auf die Ausgaben hatte. Der Effekt dieses Gesetzes führte jedoch weder zu einem dauerhaft niedrigeren Ausgabenwachstum noch zu stabilen Beitragssätzen. Beide Größen steigen weiterhin an, da andere Faktoren, wie etwa das Einkommen, die Ausgaben der GKV treiben. Schreibt man die in der Vergangenheit zu beobachtende Entwicklung fort, so zeigt sich, daß auch das GMG 2004 keine dauerhafte Senkung des Ausgabenwachstums und keine Stabilisierung der Beitragssätze sicherstellen kann. Die Frage der nachhaltigen Finanzierung der Gesundheitsausgaben in Deutschland bleibt damit auf der politischen Agenda.

WHL-Diskussionspapier Nr. 5: Gesundheitsreformgesetze in Deutschland: Auswirkungen auf Ausgaben und Beitragssätze der Gesetzlichen Krankenversicherung

DP Nr. 4: Wübker, Ansgar: Beurteilung der Qualität eines Gesundheitssystems – Die Entwicklung und Prüfung eines Bewertungsrahmens am Beispiel des Krankheitsbildes der koronaren Herzkrankheit, Lahr 2005

Abstract:
In jüngster Zeit hat es verstärkte Anstrengungen gegeben, um Gesundheitssysteme miteinander zu vergleichen (vgl. WHO 2000, OECD 2003) und Informationen über die Möglichkeiten zur Verbesserung der Qualität eines Gesundheitssystems zu erhalten. Da sich dieses Forschungsgebiet aber noch in einer frühen Phase der Entwicklung befindet, gibt es weiterhin einen immensen Forschungsbedarf. Der vorliegende Beitrag stellt auf Basis der von Donabedian in die Diskussion gebrachten drei Qualitätsdimensionen und der Qualitätsdefinition des Institute of Medicine ein Gerüst für die Analyse der Qualität eines Gesundheitssystems vor. Anhand der Donabedian-Kriterien wird eine konsistente Argumentationskette aufgebaut, welche die Logik des Einflusses von Struktur- und Prozessqualität auf die Ergebnisqualität klärt. Zur Verdeutlichung der Logik wird exemplarisch das Krankheitsbild der koronaren Herzkrankheit herangezogen; die Gültigkeit des theoretischen Gerüstes wird im Rahmen einer empirischen Analyse für die deutschen Bundesländer getestet. Die empirische Untersuchung liefert zwei wichtige Ergebnisse: Einerseits bestätigt die Analyse die vorhergesagte Verbindung zwischen den verschiedenen Qualitätsdimensionen für einige Bundesländer. Andererseits zeigt sich, dass eine gute Strukturqualität und eine gute Prozessqualität alleine keine gute Ergebnisqualität garantieren.

WHL-Diskussionspapier Nr. 4: Beurteilung der Qualität eines Gesundheitssystems – Die Entwicklung und Prüfung eines Bewertungsrahmens am Beispiel des Krankheitsbildes der koronaren Herzkrankheit

DP Nr. 3: Sauerland, Dirk: Strategien zur Sicherung und Verbesserung der Qualität in der medizinischen Versorgung – GKV und PKV im Vergleich, Lahr 2005

Abstract:
Die Strategie zur Sicherung und Verbesserung der Qualität der medizinischen Versorgung, die durch die gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland finanziert wird, ist geprägt durch staatliche Regulierungen. Im Gegensatz dazu nutzen die Anbieter von privaten Versicherungen die Möglichkeit, im Wettbewerb „private“ Lösungen zur Erreichung des genannten Ziels zu entwickeln. Die Rahmenbedingungen, Instrumente und relevanten Akteure im Bereich der GKV- und der PKV-Versorgung werden gegenübergestellt. Darauf aufbauend werden Möglichkeiten zur Verbesserung des Status quo aufgezeigt.

WHL-Diskussionspapier Nr. 3: Strategien zur Sicherung und Verbesserung der Qualität in der medizinischen Versorgung - GKV und PKV im Vergleich


DP Nr. 2: Boerner, Sabine; Seeber, Günther; Keller, Helmut; Beinborn, Peter: Strategien selbstorganisierten Lernens bei berufstätigen Studie-renden. Ausgewählte Ergebnisse einer empirischen Untersuchung, Lahr 2004

Abstract:
Die Autoren betrachten die Nutzung nicht-motivationaler Lernstrategien als bedeutsames Element einer Kultur der Selbständigkeit in Lehr-Lern-Prozessen. Der Beitrag erläutert, wie der Einsatz dieser Strategien valide erfasst und damit systematisch einer didaktischen Analyse zugeführt werden kann. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse einer empirischen Studie, dass die Strategien sowohl für den Erfolg im Hinblick auf die fachliche Kompetenz als auch für den Transfer an den Arbeitsplatz bedeutsam sind. Abschließend diskutieren die Autoren eine Förderung der Selbstorganisationsfähigkeit durch geeignete Lernarrangements als Aufgabe der (Hochschul-)Didaktik.

WHL-Diskussionspapier Nr. 2: Strategien selbstorganisierten Lernens bei berufstätigen Studierenden. Ausgewählte Ergebnisse einer empirischen Untersuchung


DP Nr. 1: Sauerland, Dirk: Medizinische Dienstleistungen und Qualitätswettbewerb, Lahr 2004

Abstract:
Ökonomen tendieren zu der Aussage, innerhalb einer (sozial-verfassten) Marktwirtschaft solle die Allokation der knappen Mittel generell über wettbewerblich organisierte Märkte erfolgen. Nicht-Ökonomen teilen diese Ansicht in Bezug auf die Bereitstellung medizinischer Dienstleistungen oftmals nicht. Für eine realistische Einschätzung der Möglichkeiten des Wettbewerbs in diesem Bereich ist ein Blick auf die Wettbewerbs-Rahmenordnung notwendig, die das Handeln der Marktteilnehmer in gesellschaftlich erwünschte Bahnen lenkt. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich daher mit der Frage, wie funktionsfähige Märkte für medizinische Dienstleistungen – über adäquat gestaltete Rahmenbedingungen – geschaffen werden könnten. Als Beispiel dafür, wie solche Märkte tatsächlich funktionieren können, werden die USA und die dort herrschenden Rahmenbedingungen – insbesondere im Bereich des Wettbewerbsrechts – beschrieben. Abschließend wird aufgezeigt, wie – aufbauend auf dem Status quo – Marktlösungen für medizinische Dienstleistungen in Deutschland aussehen könnten.

WHL-Diskussionspaper Nr. 1: Medizinische Dienstleistungen und Qualitätswettbewerb