Auf dem AKAD Blog beleuchten Professoren und Mitarbeiter die Themen Fernstudium und Weiterbildung von verschiedenen Blickwinkeln aus. Am Ende jeden Monats ist es Zeit für eine kleine Rück- und Vorschau.
E-learning und Social Media sind und waren 2010 zwei wichtige Themen in der Welt des Fernstudiums. Auf der Webseite fernstudientag.de findet man z.B. eine interessante Auflistung über die zunehmenden Aktivitäten von Fernhochschulen im Social Web – und natürlich ist auch die AKAD auf xing, facebook, twitter und mit einem eigenen Frage- und Antwort-Portal sowie diesem Blog webweit präsent. In der Forschung und Lehre ist mit Prof. Dr. Michael Klebl seit letztem Jahr ein Experte für u.a. E-learning Themen an der Wissenschaftlichen Hochschule Lahr tätig. Und unsere Studierenden und Blog-Leser konnten sich über das Thema Web 2.0. ausführlich im Hochschulmagazin informieren.
Auch in 2011 haben wir ein besonderes Augenmerk auf Internet, Social Media und E-learning-Themen. Den Anfang macht unsere Homepage, wo wir die Startseiten Hochschulen und Kolleg überarbeitet haben. Weitere Änderungen und Neuerungen folgen: So werden wir u.a. bald einen Social Media Room integrieren, um alle Aktivitäten, Mitteilungen und Veranstaltungen der AKAD im Netz an zentraler Stelle zu präsentieren. Auch unsere Unternehmenspräsenz bei facebook werden wir überarbeiten; und für die Virtuelle Hochschule steht ebenfalls bald ein Relaunch an.
Es wird also auch in diesem Jahr spannend. Und wir freuen uns auf Ihre Anregungen, Fragen, Ideen und Vorschläge auf allen AKAD Kanälen!
Das alte Jahr geht zu Ende, das neue steht schon jetzt – jedenfalls wissenschaftspolitisch – unter dem Motto “Gesundheitsforschung“.
Auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung kann man im kommenden “Wissenschaftsjahr” mit überzeugenden Ideen und Konzepten auch seinen Geldbeutel sanieren. “Was macht gesund?” lautet die Frage eines Wettbewerbs für Studierende, der insgesamt 15 Projektideen mit jeweils 10.000 Euro prämiert. Alle Fachrichtungen und Wissenschaftsdisziplinen sind dazu aufgerufen, öffentlichkeitswirksame Projekte zur Vermittlung ihrer Beiträge für die Gesundheitsforschung zu entwickeln.
Mediziner, Biologen und Chemiker, die an neuen Diagnostik- und Therapieansätzen arbeiten, sind ebenso gefragt wie Architekten, die ein gesundes Haus der Zukunft entwerfen, Musikwissenschaftler, deren Kompositionen das Wohlbefinden steigern oder Ökonomen, die das Gesundheitssystem der Zukunft entwickeln. Die Projekte sollen zum Dialog über die Chancen und Risiken von Wissenschaft und Forschung einladen.
Einsendeschluss ist der 24. Februar 2011. Nähere Informationen zu den Teilnahmebedingungen gibt es hier.
Weihnachten naht – auch für Fernstudierende eine Zeit, um allmählich zur Ruhe zu kommen, Bilanz zu ziehen und Altlasten abzutragen. Oder längst Vergessenes aufzufrischen.
“Barack Obama praesidens Civitatum Unitarum et factio Democratarum suffragiis inter electiones praesidentales habitis graviter afflicti sunt. Republicani maiorem partem sedium in domo repraesentantium adepti sunt. In senatu autem Democratae plures sedes obtinent.”
Nicht mehr Textsicher? Kein Problem, die Übersetzung wird auf der Webseite gleich mitgeliefert.
Womöglich mit Kindern? Oder haben Sie sonst ein Interesse, sich klar zu machen, welches Bundesland welche Schulformen und Schulreformen kennt, wie lange Kinder gemeinsam lernen und dann, auf welcher Grundlage, auf welche Schule sortiert werden? Eine animierte Infografik klärt auf. weiter »
Konkurrenz belebt das Geschäft, heißt es. Allerdings in der Regel nur, wenn auch das Angebot variiert. Und was für ein gesundes Wirtschaftsleben gilt, das stimmt auch für die Wissenschaft. Staatliche und private Hochschulen, FHs und Max-Planck-Institute, unabhängige Forschungseinrichtungen und gemeinnützige Forschungsvereine – sie alle tragen zu einer Wissenschaftslandschaft bei, die gleichermaßen bunt, innovativ und ertragreich ist.
Nun strebt die Politik seit geraumer Zeit danach, Hochschulräume zu vereinheitlichen (Stichwort “Bologna”, Stichwort “Exzellenz-Initiative”), ja, man kann durchaus den Eindruck gewinnen: zu veröden. Unser Nachbar Österreich scheint nun auf dem Weg, wissenschaftliche Vielfalt grundlos und kurzsichtig zu beschädigen, schon einen guten Schritt weiter gekommen.
So sieht der aktuelle Budgetentwurf der sozialdemokratisch geführten Regierung Faymann vor, allen wissenschaftlichen Instituten und Einrichtungen, die weder Bund noch Ländern gehören, ab 2011/12 den Geldhahn zuzudrehen.
Eine von namhaften Wissenschaftlern getragene Gegen-Initiative mit dem Namen “WISSEN SCHAFFT ÖSTERREICH” spricht zu Recht von einer “Auslöschung von geistigem Kapitel Österreichs und einer intellektuellen Infrastruktur, die über mehrere Jahrzehnte aufgebaut wurde” und bittet alle Freunde einer reichhaltigen Forschungskultur um ihre (ideelle) Unterstützung. Über 8.000 UnterzeichnerInnen sind der Aufforderung im Netz bisher gefolgt.
Zu meinem letzten Blogeintrag (s.u.) erreichte mich die Frage, ob und inwiefern sich die Situation und die Probleme von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern unterscheiden, die a) an einer staatlichen Hochschule oder b) nebenberuflich promovieren.
Immer wieder bekomme ich außerdem Mails mit Fragen zu anderen – problematischen – Aspekten des Studiums oder der Promotion. Das liegt wohl vor allem an einem vor vier Jahren erschienenen Artikel, in dem es um die psychischen Folgen des Promovierens und der wissenschaftlichen Selbstausbeutung geht, die an vielen Hochschulen Usus ist.
Anlässlich neuer Zahlen zu psychischen Erkrankungen an der und durch die Hochschule habe ich in einem Blogbeitrag auf www.sciencegarden.de erneut darauf verwiesen – und hiermit wiederum auf meinen Blogbeitrag. Und das tue ich nicht, um Querverlinkungen zu inflationieren, sondern weil das Thema brisant und in meinen Augen noch immer viel zu stark unterbelichtet ist.
Das statistische Bundesamt vermeldet aktuell, dass in Deutschland jedes vierte minderjährige Kind ein Einzelkind ist. Ob das gut oder schlecht ist, sei mal dahingestellt.
Nachwuchsprobleme verschiedenster Art – Obacht: holpriger Übergang! – gibt es auch in der Wissenschaft: zu wenige Stellen, befristete Verträge, unklare Karriereperspektiven. Die Hamburger Körber-Stiftung hat deshalb zusammen mit dem Konstanzer Wissenschaftsforum zwei Tage lang darüber debattiert, wie es während und nach der Promotion um die Förderung von Jungforscherinnnen und Jungforschern in diesem Land bestellt ist. Meine Eindrücke von der Tagung habe ich im Online-Wissenschaftsmagazin www.sciencegarden.de zusammengefasst.
Auf dem AKAD Blog beleuchten Professoren und Mitarbeiter die Themen Fernstudium und Weiterbildung von verschiedenen Blickwinkeln aus. Am Ende jeden Monats ist es Zeit für eine kleine Rück- und Vorschau.
Der Kreis der AKAD-Blogger ist größer geworden: Dr. Jörg Schweigard hat im Oktober das aktuelle Hochschulmagazin mit dem Schwerpunktthema Web 2.0 vorgestellt; und Prof. Michael Klebl hat den AKAD Blog genutzt, um sich als Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspädagogik vorzustellen.
Thematisch lag der Fokus im letzten Monat ansonsten stark auf den Themenbereichen Private vs. Staatliche Hochschulen (Prof. Stephan Seeck, Christian Dries) sowie ökonomische und sonstige Bildung (Prof. Bernd Remmele, Christian Dries). Das Studium und Weiterbildung viele Blogger zum schreiben animiert, zeigt übrigens auch der 1. Blog Carnival “20 Jahre Weiterbildung”. Kein närrisches Treiben erwartet einen hier, sondern eine Sammlung interessanter Blog-Beiträge zum Thema Weiterbildung. Da simmer dabei…
Viele Unternehmen richten ihre Wertschöpfungsprinzipien und Imagestrategien nach dem Web 2.0 aus. Gerade die Web-2.0-Prinzipien können Innovationsprozesse befördern und den Kunden, dessen Wünsche und Kritik, in die Wertschöpfung einbinden, indem sie etwa dessen Verbesserungsvorschläge berücksichtigen. Communities wie etwa Xing bieten Firmen wertvolle Anregungen für Produktinnovationen. Laut Nielsen vertrauen 90 Prozent der Kunden bei Kaufentscheidungen den Tipps von Freunden. Gerade jüngere Zielgruppen sind ohnehin fast nicht mehr über die klassische Kommunikation zu erreichen.
Wenn sich ein Unternehmen den Social Media öffnet, können folglich beide Seiten – Firma und Kunde – profitieren. Dieser Prozess ist jedoch unumkehrbar – das Management muss bereit sein, die Kommunikationshoheit abzugeben. Und wer keine Kritik von außen annimmt, wird schnell unglaubwürdig. Räumt das Unternehmen jedoch potenziellen Kunden genügend Raum für Diskussionen ein und fördert dies etwa durch Ideenwettbewerbe, schafft dies Nähe zum Kunden und fördert den Dialog.
Das Web 2.0 und die Social Media bergen also Chancen aber auch Risiken. Die AKAD Hochschulen haben sich im neuen Hochschulmagazins dieses komplexen Themas in einem Rahmenbeitrag und im Interview mit dem Medienexperten Prof. Dr. Uwe Hasebrink angenommen. Eher von der humorigen Seite nimmt sich hingegen der Beitrag “Mit Neckholder-Top zum Business-Success” den Tücken der Social Media an.
Egal von welcher Seite man sich dem Thema nähert, eines ist gewiss: Die neue Medienwelt stellt in vielerlei Hinsicht ein Paradigmenwechsel dar, der selbst elementare Aspekte der menschlichen Existenz berührt. Wie ist Ihre Meinung dazu? Diskutieren Sie mit uns mit.
Die privaten Hochschulen in Deutschland – insgesamt 90 staatlich anerkannte Einrichtungen mit 95.000 Studierenden – bieten ein viel breiteres Leistungsspektrum als das Vorurteil von den Kaderschmieden künftiger Managereliten suggeriert. Zu diesem Schluss kommt die Studie Rolle und Zukunft privater Hochschulen in Deutschland, die der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gemeinsam mit der Unternehmensberatung McKinsey unlängst vorgelegt hat (und die man hier kostenlos downloaden kann).
Das Fazit der Studie lässt in der Tat aufhorchen: „Die große Mehrheit der privaten Hochschulen bildet Personen aus, die sonst vermutlich nie ein Studium aufgenommen hätten“, stellt Studien-Koautor und McKinsey-Partner Nelson Killius fest. Das hat gleich mehrere Gründe: Zum einen die Akademisierung klassischer Ausbildungsberufe und das Angebot praxisorientierter Bachelor- und Master-Studiengänge, zum anderen – wie etwa an der WHL in Lahr – die fernstudiengestützte akademische Weiterbildung.
Die Empfehlung der Studie lautet daher, wenig überraschend, den gesellschaftlichen Beitrag privater Hochschulen stärker zu als bisher zu würdigen und politisch zu unterstützen. „Private Hochschulen besetzen die Felder, die staatliche Hochschulen vernachlässigen. Daher sollten sie gleichberechtigten Zugang zu öffentlicher Förderung für gesellschaftlich gewünschte Hochschulleistungen bekommen, so zum Beispiel bei Förderprogrammen für Lehrinnovationen, Weiterbildung oder breiterer Akademisierung“, sagt der stellvertretende Generalsekretär des Stifterverbandes, Volker Meyer-Guckel. Er und seine Ko-AutorInnen fordern, staatliche Förder- und Finanzierungsmodelle so umzubauen, dass sie nicht mehr grundsätzlich zwischen privaten und staatlichen Leistungsanbietern unterscheiden. Außerdem müssten in den Bundesländern einheitliche Bedingungen für die Anerkennung privater Hochschulen, für Bürgschaftsauflagen und die Vergabe des Promotionsrechts etabliert werden – und das möglichst schnell. Denn, auch das macht die Studie deutlich: Private Hochschulen in Deutschland stehen immer mehr unter Druck. Finanzierungsfragen, Wettbewerb mit staatlichen Hochschulen und die gestiegenen Erwartungen der Studierenden verlangen von ihnen und der Politik rasches Handeln.
Ratschläge verteilen die Autoren der Studie schließlich auch an die betroffenen Hochschulen. Ihnen wird nahe gelegt, sich eine breitere Einnahmenbasis jenseits von Studiengebühren und Fördermitteln zu sichern, außerdem Kooperationen und Verbundstrukturen bis hin zu vollständigen Zusammenschlüssen anzustreben. Eine große Chance sieht die Studie in der akademischen Weiterbildung neuer Zielgruppen wie zum Beispiel Berufstätige ohne Hochschulabschluss oder höher qualifizierte Arbeitssuchende. „Lebenslanges Lernen und berufsbegleitende Weiterbildung sind besonders für private Hochschulen ein Wachstumsmarkt“, meint Nelson Killius. Durch ihre Flexibilität und Praxisnähe könnten sie schneller und gezielter Angebote entwickeln als staatliche Institutionen.