Nun hat sich auch die Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel, zur Plagiatscausa Guttenberg geäußert. Sie habe keinen Wissenschaftlichen Mitarbeiter ins Kabinett berufen, sondern einen Verteidigungsminister. Das ist so richtig wie ehrenrührig. Wer es für kargen Lohn und ohne geregelte Berufsaussichten (nebenbei bemerkt: auch ohne ein Familienvermögen von rund 600 Mio. Euro im Rücken) mit der Wahrheit genau nimmt, darf sich von der promovierten Physikerin aus dem Berliner Regierungsviertel düpiert fühlen.
Jetzt wissen wir also, wie ernst es der Kanzlerin mit der “Bildungsrepublik Deutschland” ist, die sie vor wenigen Jahren vollmundig ausrief. Ihre Verachtung für das höchste Gut der Wissenschaft – deren handwerkliche Redlichkeit und deren Anspruch unbedingter Glaubwürdigkeit – zeigt, dass es ihr nicht so sehr um Deutschlands Zukunft, sondern vor allem um die ihres eigenen Kabinetts bange ist.
Jede seriöse Hochschule ist bestens beraten, Plagiatsversuche streng zu ahnden. Auch wenn große Teile der deutschen Bevölkerung in Guttenbergs Fehlverhalten eine lässliche Sünde sehen wollen: Wer in der Wissenschaft abkupfert, gefährdet nicht nur seinen akademischen Abschluss, er untergräbt die Grundfesten der Wissenschaft und ruiniert ihr Ansehen. Einer wettbewerbsbewussten Kanzlerin darf das nicht gleichgültig sein! Und all jenen, die durch ihr Statement herabgesetzt worden sind, auch nicht.
Alle zwei Jahre prämiert die Alcatel-Lucent Stiftung für Kommunikationsforschung zwei wirtschaftswissenschaftliche Dissertationen, die mit mindestens “magna cum laude” bewertet wurden. Wer innerhalb der letzten beiden Semester mit einer Arbeit aus dem Themenfeld “Kommunikations- und Informationstechnik” ein entsprechendes Ergebnis erzielt hat, ist aufgefordert, sich an der aktuellen Ausschreibung zu beteiligen.
Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 21. April. Nähere Informationen zur Teilnahme finden sich hier. Es winkt ein Preisgeld von 5.000 Euro.
Sie kennen meine Serie? Es geht um die Verbindung von Beruf und Studium, die nicht nur die Fernstudierenden, sondern auch ich als Lehrender und gleichzeitig für meine Beratungsunternehmen Arbeitender zu bewältigen habe.
Paralle Belastung ist in manchen Situation schwer zu tragen – aber wenn man sie sich selbst aufgelastet hat (wie ein Fernstudierender dies tut), dann will man sie auch “heben”. Allerdings sollt eman seinen “Eifer” immer mit einem realistischen “Auge” verfolgen. Mir ging es gerade so: Der übliche Aufwand in der Hochschule zuzüglich den üblichen Tätigkeiten in der Beratung wurde gerade durch ein umfangreiches Beratungsprojekt und das Schreiben mehrerer neuer Lernhefte an die Belastungsgrenze gesteigert.
Und da ergab sich die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit Hochschulen aus Kasachstan und Usbekistan ein interessantes Projekt bei der Europäischen Kommission zu beantragen. Ein spannendes Thema, neuer, interessante Kontakte und ein wenig Renommee lockten! Aber alles ist verbunden mit viele Aufwand (ein solcher Antrag umfasst über 100 Seiten und ein Menge Kommunikation mit den Partnern).
Realistisch musste ich feststellen: Für einen optimalen Antrag ist zu wenig Kapazität vorhanden – und alles andere als ein optimaler Antrag hat keine Aussicht auf Erfolg. Dann muss man auch einmal zurückstecken können.
Bis dann – und viel Erfolg bei allem, was Sie sich für 2011 vorgenommen haben. Zurückstecken gilt nur, wenn es nich anders geht
Auf dem AKAD Blog beleuchten Professoren und Mitarbeiter die Themen Fernstudium und Weiterbildung von verschiedenen Blickwinkeln aus. Am Ende jeden Monats ist es Zeit für eine kleine Rück- und Vorschau.
E-learning und Social Media sind und waren 2010 zwei wichtige Themen in der Welt des Fernstudiums. Auf der Webseite fernstudientag.de findet man z.B. eine interessante Auflistung über die zunehmenden Aktivitäten von Fernhochschulen im Social Web – und natürlich ist auch die AKAD auf xing, facebook, twitter und mit einem eigenen Frage- und Antwort-Portal sowie diesem Blog webweit präsent. In der Forschung und Lehre ist mit Prof. Dr. Michael Klebl seit letztem Jahr ein Experte für u.a. E-learning Themen an der Wissenschaftlichen Hochschule Lahr tätig. Und unsere Studierenden und Blog-Leser konnten sich über das Thema Web 2.0. ausführlich im Hochschulmagazin informieren.
Auch in 2011 haben wir ein besonderes Augenmerk auf Internet, Social Media und E-learning-Themen. Den Anfang macht unsere Homepage, wo wir die Startseiten Hochschulen und Kolleg überarbeitet haben. Weitere Änderungen und Neuerungen folgen: So werden wir u.a. bald einen Social Media Room integrieren, um alle Aktivitäten, Mitteilungen und Veranstaltungen der AKAD im Netz an zentraler Stelle zu präsentieren. Auch unsere Unternehmenspräsenz bei facebook werden wir überarbeiten; und für die Virtuelle Hochschule steht ebenfalls bald ein Relaunch an.
Es wird also auch in diesem Jahr spannend. Und wir freuen uns auf Ihre Anregungen, Fragen, Ideen und Vorschläge auf allen AKAD Kanälen!
Weihnachten naht – auch für Fernstudierende eine Zeit, um allmählich zur Ruhe zu kommen, Bilanz zu ziehen und Altlasten abzutragen. Oder längst Vergessenes aufzufrischen.
“Barack Obama praesidens Civitatum Unitarum et factio Democratarum suffragiis inter electiones praesidentales habitis graviter afflicti sunt. Republicani maiorem partem sedium in domo repraesentantium adepti sunt. In senatu autem Democratae plures sedes obtinent.”
Nicht mehr Textsicher? Kein Problem, die Übersetzung wird auf der Webseite gleich mitgeliefert.
Nun ich muss meine angefangene Serie “Beruf und Studium” endlich wieder aufnehmen – fast zu lange ist der letzte Beitrag her (erinnert sich noch einer?).
Wie den Studierende, so geht es aktuell auch mir: Doppelbelastung aus Beruf (bei mir Beratungsunternehmen) und Studium (bei mir auf der “anderen Seite”) scheint mir im November besonders “heftig”. Nicht nur bei mir, sondern auch bei den Studierenden ist der November wohl ein echter “Stressmonat” ist.
Erst einmal von mir: Es kommt so einiges zusammen im November. Zum einen häufen sich die Seminare, die ich zu halten habe in diesem Monat extrem. Zusätzlich das Colloquium und eine Häufung an Assignments und Abschlussarbeiten. Und im “Beruf” geht es mir auch nicht besser: Entweder wollen die Beratungsprojekte noch besser Ende des Jahres abgeschlossen werden – oder Kunden wollen unbedingt noch in diesem Jahr mit einem Projekt beginnen (Restbudgets etc.). Stress pur – aber ich hoffe auf den Dezember und die “berufliche” Entspannung vor Weihnachten – wenn es dann mit der “privaten” Anspannung erst richtig los geht.
Aber auch bei den Studierenden scheint mir der November ein “Stressmonat” zu sein. Viele nehmen sich noch Assignments vor, die sie wohl das gesamte Jahr hatten machen wollen – und jetzt noch vor Jahreswechsel unbedingt abgeben wollen.
Leider stelle ich fest, dass dies gerade bei den Assignments nicht “qualitätsfördernt” ist – und so manches Mal zu “nicht erlaubten” Mitteln führt. Hierzu aber ein blog spezial beim nächsten Eintrag.
Konkurrenz belebt das Geschäft, heißt es. Allerdings in der Regel nur, wenn auch das Angebot variiert. Und was für ein gesundes Wirtschaftsleben gilt, das stimmt auch für die Wissenschaft. Staatliche und private Hochschulen, FHs und Max-Planck-Institute, unabhängige Forschungseinrichtungen und gemeinnützige Forschungsvereine – sie alle tragen zu einer Wissenschaftslandschaft bei, die gleichermaßen bunt, innovativ und ertragreich ist.
Nun strebt die Politik seit geraumer Zeit danach, Hochschulräume zu vereinheitlichen (Stichwort “Bologna”, Stichwort “Exzellenz-Initiative”), ja, man kann durchaus den Eindruck gewinnen: zu veröden. Unser Nachbar Österreich scheint nun auf dem Weg, wissenschaftliche Vielfalt grundlos und kurzsichtig zu beschädigen, schon einen guten Schritt weiter gekommen.
So sieht der aktuelle Budgetentwurf der sozialdemokratisch geführten Regierung Faymann vor, allen wissenschaftlichen Instituten und Einrichtungen, die weder Bund noch Ländern gehören, ab 2011/12 den Geldhahn zuzudrehen.
Eine von namhaften Wissenschaftlern getragene Gegen-Initiative mit dem Namen “WISSEN SCHAFFT ÖSTERREICH” spricht zu Recht von einer “Auslöschung von geistigem Kapitel Österreichs und einer intellektuellen Infrastruktur, die über mehrere Jahrzehnte aufgebaut wurde” und bittet alle Freunde einer reichhaltigen Forschungskultur um ihre (ideelle) Unterstützung. Über 8.000 UnterzeichnerInnen sind der Aufforderung im Netz bisher gefolgt.
Zu meinem letzten Blogeintrag (s.u.) erreichte mich die Frage, ob und inwiefern sich die Situation und die Probleme von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern unterscheiden, die a) an einer staatlichen Hochschule oder b) nebenberuflich promovieren.
Immer wieder bekomme ich außerdem Mails mit Fragen zu anderen – problematischen – Aspekten des Studiums oder der Promotion. Das liegt wohl vor allem an einem vor vier Jahren erschienenen Artikel, in dem es um die psychischen Folgen des Promovierens und der wissenschaftlichen Selbstausbeutung geht, die an vielen Hochschulen Usus ist.
Anlässlich neuer Zahlen zu psychischen Erkrankungen an der und durch die Hochschule habe ich in einem Blogbeitrag auf www.sciencegarden.de erneut darauf verwiesen – und hiermit wiederum auf meinen Blogbeitrag. Und das tue ich nicht, um Querverlinkungen zu inflationieren, sondern weil das Thema brisant und in meinen Augen noch immer viel zu stark unterbelichtet ist.
Auf dem AKAD Blog beleuchten Professoren und Mitarbeiter die Themen Fernstudium und Weiterbildung von verschiedenen Blickwinkeln aus. Am Ende jeden Monats ist es Zeit für eine kleine Rück- und Vorschau.
Der Kreis der AKAD-Blogger ist größer geworden: Dr. Jörg Schweigard hat im Oktober das aktuelle Hochschulmagazin mit dem Schwerpunktthema Web 2.0 vorgestellt; und Prof. Michael Klebl hat den AKAD Blog genutzt, um sich als Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspädagogik vorzustellen.
Thematisch lag der Fokus im letzten Monat ansonsten stark auf den Themenbereichen Private vs. Staatliche Hochschulen (Prof. Stephan Seeck, Christian Dries) sowie ökonomische und sonstige Bildung (Prof. Bernd Remmele, Christian Dries). Das Studium und Weiterbildung viele Blogger zum schreiben animiert, zeigt übrigens auch der 1. Blog Carnival “20 Jahre Weiterbildung”. Kein närrisches Treiben erwartet einen hier, sondern eine Sammlung interessanter Blog-Beiträge zum Thema Weiterbildung. Da simmer dabei…
Viele Unternehmen richten ihre Wertschöpfungsprinzipien und Imagestrategien nach dem Web 2.0 aus. Gerade die Web-2.0-Prinzipien können Innovationsprozesse befördern und den Kunden, dessen Wünsche und Kritik, in die Wertschöpfung einbinden, indem sie etwa dessen Verbesserungsvorschläge berücksichtigen. Communities wie etwa Xing bieten Firmen wertvolle Anregungen für Produktinnovationen. Laut Nielsen vertrauen 90 Prozent der Kunden bei Kaufentscheidungen den Tipps von Freunden. Gerade jüngere Zielgruppen sind ohnehin fast nicht mehr über die klassische Kommunikation zu erreichen.
Wenn sich ein Unternehmen den Social Media öffnet, können folglich beide Seiten – Firma und Kunde – profitieren. Dieser Prozess ist jedoch unumkehrbar – das Management muss bereit sein, die Kommunikationshoheit abzugeben. Und wer keine Kritik von außen annimmt, wird schnell unglaubwürdig. Räumt das Unternehmen jedoch potenziellen Kunden genügend Raum für Diskussionen ein und fördert dies etwa durch Ideenwettbewerbe, schafft dies Nähe zum Kunden und fördert den Dialog.
Das Web 2.0 und die Social Media bergen also Chancen aber auch Risiken. Die AKAD Hochschulen haben sich im neuen Hochschulmagazins dieses komplexen Themas in einem Rahmenbeitrag und im Interview mit dem Medienexperten Prof. Dr. Uwe Hasebrink angenommen. Eher von der humorigen Seite nimmt sich hingegen der Beitrag “Mit Neckholder-Top zum Business-Success” den Tücken der Social Media an.
Egal von welcher Seite man sich dem Thema nähert, eines ist gewiss: Die neue Medienwelt stellt in vielerlei Hinsicht ein Paradigmenwechsel dar, der selbst elementare Aspekte der menschlichen Existenz berührt. Wie ist Ihre Meinung dazu? Diskutieren Sie mit uns mit.