Technischer Einkäufer: Know-how nicht nur für Krisenzeiten

3 Januar 2022

Steigende Rohstoffpreise, Reisebeschränkungen, knappe Waren - die Pandemie hält auch die Wirtschaft in Atem. Lieferprobleme gehören beispielsweise zu den ganz großen aktuellen Herausforderungen der Weltwirtschaft.

Julien Caussin macht eine Weiterbildung zum Technischen Einkäufer am Institut für Weiterbildung der AKAD.
Julien Caussin

In vielen Unternehmen sind Experten für den globalen Ankauf von Waren, Teilen und Rohstoffen zuständig, sich dieser großen Herausforderung zu stellen - und sie mit viel Know-how zu meistern: Technische Einkäufer. Das Institut für Weiterbildung der AKAD University bietet eine Qualifizierung zu dieser gefragten Fachkraft an.

Einer der derzeitigen Lernenden ist Julien Caussin. Er arbeitet als Einkaufsleiter bei einem kleinen sogenannten EMS-Dienstleister. EMS steht kurz für „Electronic manufacturing service“, es werden also kundenspezifische elektronische Baugruppen beauftragt und gefertigt. Somit ist ein großer Teil seines Alltags, elektronische Komponenten aller Art gemäß Kundenvorgabe zu beschaffen.

Herr Caussin, vielen Dank, dass Sie uns einen kleinen Einblick in Ihr Lernen und Wirken geben. Technische Einkäufer sind gefragte Experten. Warum haben Sie sich für diese Weiterbildung entschieden?

Diese Geschichte ist ein wenig ungewöhnlich. Ich bekam einen Newsletter von der AKAD University und schrieb, ehrlicherweise ein wenig genervt davon, dass in ihm so wenig wie von anderen Anbietern eine Weiterbildung angeboten wurde, die mich beruflich wirklich weiterbringen könnte: „Hätte einen eventuell interessanten Vorschlag für ein Zertifikatsstudium. Bei Interesse bitte ich um Kontaktaufnahme!“. Zu meiner Überraschung meldete sich die Leiterin des Instituts für Weiterbildung, Simone Eckerle. Daraufhin trug ich ihr meine Idee für ein Zertifikatsstudium „Technischer Einkäufer“ vor. Meine Freude war groß, als ein solcher Lehrgang dann auch wirklich angeboten wurde – bei dem ich mich sofort einschrieb. Man kann daher, wenn auch mit einem gewissen Augenzwinkern, sagen, dass dieser Kurs von Einkäufern für Einkäufer gestaltet wurde.

Mehr als ein Bestellabwickler

Aktuell ist viel von Lieferengpässen und Beschaffungsproblemen auf dem globalen Markt zu lesen. Wie können die Inhalte der Weiterbildung Ihnen helfen, mit diesen aktuellen und auch zukünftigen/andauernden Herausforderungen in ihrem Beruf umzugehen?

In Abwandlung eines Bonmots kann man sagen, dass „wer nur Einkaufen kann, auch dies nicht richtig kann“. Ein Einkäufer für technische Produkte, der den Anspruch hat etwas zu bewegen, sollte auch den Anspruch haben, mehr als nur ein (kaufmännisch perfekter) Bestellabwickler zu sein. Vielmehr sollte er sich als ein Gestalter, der gegebenenfalls auch auf Augenhöhe mit Ingenieuren über technische Alternativlösungen sprechen kann, sehen.

Das nächste Problem ist, dass man mit dem normalen Instrumentarium des nicht-technisch versierten Einkäufers nur wenig gegen einen Lieferengpass am globalen Markt ausrichten kann. Man kann einen säumigen Lieferanten in Verzug setzen, mahnen, an den Bettelstab klagen. Man hat damit aber immer noch keine Teile beschafft und keine Lösung für seinen Betrieb gefunden. Die wirklichen Könner sind die, die sich nicht nur ärgern oder die Bestellmenge erhöhen, sondern die, die sich Gedanken um wirkliche Alternativen machen. Denn schwache technische Einkäufer ohne das nötige technische Verständnis können im Grunde nur gemäß der Kundenvorgabe Teil um Teil einkaufen. Ein guter technischer Einkäufer kann auf seine eigene technische Abteilung oder auf die des Kunden zugehen und Lösungsvorschläge unterbreiten. Er wird also eine größere Flexibilität, ein reichhaltiges Instrumentarium haben, mit dem man das Problem angehen kann. Die Weiterbildung der AKAD kann einen in diese Lage versetzen.

Würden Sie sich somit noch einmal für die Weiterbildung zum Technischen Einkäufer an der AKAD entscheiden?

Derzeit befindet sich die Welt in der schwersten Versorgungskrise mit elektronischen Komponenten seit mindestens zwanzig Jahren. Sogar Konzerne mussten wegen fehlender Teile – oft fehlen sogenannte IC, also integrierte Schaltkreise – ganze Werke schließen. So finde ich nicht so viel Zeit, sie zu machen, wie ich selbst gerne hätte. Aber die Antwort ist ein klares Ja!

Lieber Herr Caussin, vielen Dank für das Gespräch und weiterhin gutes Gelingen im Job und in der Weiterbildung!

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