Soziale Arbeit & Digitale Transformation – Stuttgarter Wissenschaftsfestival 2022

16 August 2022

Vortrag von Prof. Dr. Isa-Dorothe Eckstein

Welche Erfahrungen haben Sie? Stimmen Sie zu, dass im Zusammenhang mit den Aufgaben der Sozialen Arbeit beim Stichwort „Digitale Transformation“ schnell eine Gleichsetzung erfolgt mit Entmenschlichung und einer Abnahme direkter, persönlicher Interaktion? Die Professorin für Soziale Arbeit und Studiengangsleiterin der Studiengänge Soziale Arbeit und Sozialmanagement an der AKAD University, Prof. Dr. Isa-Dorothe Eckstein, teilt in ihrem Vortrag beim Stuttgarter Wissenschaftsfestival inhaltsreiche Innenansichten auf den Stand moderner Pflege– und zeigt die Vorzüge der digitalen Transformation für die helfende Profession auf.

Gemeinsam auf dem Weg in die Zukunft

„Weil mehr Zeit für die Menschen bleibt, wenn man die Arbeit mit einer App teilt.“ Dieses Zitat von Altenpfleger Christian Stockhausen (aus 2019) läutete zusammen mit der ebenfalls positiven Einstellung vom Verbund freier Wohlfahrtsverbände, dass „sozial braucht digital braucht sozial“ (von 2022) den Vortrag Frau Prof. Dr. Ecksteins ein. Zunächst beleuchtete die Expertin bisher schon breiteren Kreisen bekannte Einsatzmöglichkeiten digitaler Features wie dem Senioren-Notfallknopf, dem digitalen Notruf mit Ortung und nannte Berührungspunkte zwischen den Generationen, wie bei Projekten, in denen Jugendliche Senioren den digitalen Alltag erklären.

Soziale Arbeit ist längst digital

Übertragen auf die weiteren Anwendungsbereiche der Sozialen Arbeit sind zwei Schwerpunkte digitaler Chancen auszumachen:

  • Lebensweltorientierte Soziale Arbeit: von Alltagserleichterungen durch digitale Medien über die Unterstützung bei der Hilfe zur Selbsthilfe bis hin zu präventiven Aufgaben sowie Integration und Inklusion für bessere Teilhabe
  • Qualifikation und Bildung verbessern: digital-hybride Lernformate und neue Studiengänge erleichtern Ausbildung, Studium und Weiterbildung

Prozesse digitalisieren – nicht menschliche Zuwendung ersetzen

Mittels anschaulicher Praxisbeispiele zeigte der Vortrag auf, was heute schon geht: von Assistenzsystemen für manuelle Werkstattarbeitsplätze (Packprozess) für Menschen mit Behinderung über die Flüchtlingshilfe – hier gibt es digitale Angebote für Orientierung, Sprache, Familienhilfe & Ausbildung – bis hin zu Entlastung bei der Altenpflege, die dadurch wieder mehr Zeit am Menschen bekommt. Frau Prof. Dr. Eckstein machte sehr deutlich, dass es in diesen sensiblen Bereichen darum geht, Prozesse zu digitalisieren, nicht Menschen zu ersetzen. Wo Roboter die benötigten Medikamente transportieren und Speisen automatisch von der Küche auf Station gebracht werden, entstehen Freiräume für Mitarbeitende. Über spezielle Roboter lässt sich zudem eine Qualitätsverbesserung bei Hygienestandards erreichen: Es gibt bereits Modelle, die völlig autonom Türklinken und Geländer reinigen – und damit Infektionsketten an stark frequentierten Bereichen unterbrechen helfen können. Ebenfalls sehr ansprechende Lernansätze zeigen sich in den digitalen Möglichkeiten für die Biographiearbeit mit älteren Menschen.

Lebenswege würdigen – Chancen geben – Zukunft schaffen

Neue Perspektiven und gesteigerte Chancen auf Resozialisierung bieten sich über die Möglichkeiten des digitalen Studierens als Duales Studium der Sozialen Arbeit für Inhaftierte und Freigänger. Die Potenziale darin: Inhalte zu platzieren, die Halt beim Übergang ins Leben „draußen“ geben und beim Ankommen im Leben nach der Haftverbüßung wichtige Wegmarken sind. Frau Dr. Eckstein umriss, dass insgesamt derzeit bei der AKAD neue Studiengänge rund um den Themenbereich Soziale Arbeit konzipiert werden: Die Schwerpunkte liegen auf den Spannungsfeldern „Mensch – Maschine“, „Digitalisierung – Gesellschaft“, „Wirtschaft – Künstliche Intelligenz“ und „Recht – Digitale Transformation“. Interdisziplinär sollen darin grundlegende Studienkenntnisse in Sozialwissenschaften, Informatik, Recht und Wirtschaftswissenschaften vermittelt werden, stets unter dem Fokus eines sozialen Antlitzes. Denn darum geht es doch schließlich: um die Menschen!

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