Game of Life – mit dem Laufbahnberater erfolgreich ins Leben nach dem Leistungssport

30 August 2022

Wie definiert sich eigentlich Erfolg? Damit junge Kaderathleten ihre individuelle Balance zwischen Leistungssport und zweitem Standbein finden, steht ihnen Bernd Brückmann zur Seite. Und macht aus einem anspruchsvollen Hindernislauf eine individuelle Erfolgsgeschichte. Als stellvertretender Leiter und Laufbahnberater am Olympiastützpunkt Hessen berät und unterstützt er mit Sachverstand und Herzblut junge Sportler:innen, das persönliche Gleichgewicht zwischen zahlreichen Anforderungen aus Training, Wettkampf und Fernstudium bestmöglich zu finden: Dabei schaut er auf den ganzen Menschen, nicht nur auf die Leistung. Er kämpft bei seinen Schützlingen leidenschaftlich für die beste Version ihrer selbst – im Leben, nicht nur im Sport. Unser Interview zeichnet ein umfassendes Bild davon, wie moderner Leistungssport und gleichzeitiger Karriereaufbau außerhalb des Sports funktionieren – und warum das auch für alle anderen Fernstudierenden eine große Chance ist. Die Spiele sind eröffnet!

AKAD:
Duale Karriere bei Kader-Athlet:innen? Was ist das überhaupt und wie ist das nach Ihrer Erfahrung zu schaffen?

Bernd Brückmann:
Die Leistungssportkarriere ist irgendwann endlich. Das kann schnell und unvorhergesehen gehen z.B. durch eine Verletzung oder länger dauern. Der sportliche Erfolg unserer Athlet:innen im Bundeskader endet also immer je nach Sportart früher oder später. Doch was kommt dann, wenn mit Anfang/Mitte 30 spätestens Schluss ist mit den enormen Anforderungen des Leistungssports? Sich dann erst Gedanken zu machen, wäre definitiv zu spät. Durch das Sporttreiben allein lässt sich in den meisten Fällen nicht so viel Geld verdienen, dass für die Zeit danach ausgesorgt wäre. Frühzeitig und passgenau, den Plan für das Leben neben und nach dem Leistungssport zu etablieren und umzusetzen, ist also wichtig. Mit 35 will ich mich nicht mehr in den Hörsaal setzen neben 18-/19-Jährige; deshalb ist es wichtig, parallel zu denken und vorzugehen.

Unsere Sportler:innen sind auch beim Aufbau ihres zweiten Standbeins für die Zeit nach der Sportkarriere sehr leistungsbereit. Die meisten wollen das unbedingt und sehen es zudem als notwendigen Ausgleich zum Leistungssport. Hier ist ein z.B. sportbegleitendes Fernstudium eine optimale Möglichkeit, beides zu vereinen. Ca. 80 bis 85% der Bundeskaderathlet:innnen erwerben die Hochschulzugangsberechtigung, das lässt sich nutzen: ein Studium ist eher kompatibel mit dem Leistungssport als eine Ausbildung. Mit einem Studium von der Stange kommen Sie allerdings nicht weit bei 20 bis 30 Stunden Trainingsaufwand pro Woche.

Meine Intension bei der individuellen Laufbahnberatung ist es, den Athlet:innen viel mitzugeben, sie ganzheitlich zu sehen und zu fördern: denn Erfolg im Studium zusätzlich zu Erfolgen im Sport – oder als Ausgleich bei Niederlagen – stärkt das Selbstwertgefühl enorm. Die Gewissheit zu haben, „da gibt’s noch etwas Anderes neben dem Sport, das trägt“, ist wichtig für die gesunde innere Balance und die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen.

„Meine Vision ist, den Sportler:innen möglichst viel mitzugeben: gute Vorbereitung auf die Zeit nach dem Sport und schon währenddessen. Erfolge in Klausuren stabilisieren den Selbstwert und kompensieren sportliche Niederlagen. Für viele ist dies die Grundbedingung, überhaupt mit dem Leistungssport weiterzumachen.“

AKAD:
Wie können wir uns die Vereinbarkeit von Fernstudium und Leistungssport vorstellen? Welche persönlichen Eigenschaften sollten vorhanden sein? Und ist das übertragbar auf andere Lebenssituationen?

Bernd Brückmann:
Der Alltag von Kaderathlet:innen ist ziemlich durchgetaktet. Da zwischen Training, Regeneration, Physio und Lernen wenig Spielräume sind, ist fokussiertes und zielgerichtetes Vorgehen umso wichtiger. Ein erfolgreiches Fernstudium mit klarem Fokus wird durch Fähigkeiten aus dem Sport unterstützt: ich denke da an Disziplin, Zeitmanagement, den Umgang mit Niederlagen und die Bewusstheit, dass sich Durchhalten lohnt. Diese Softskills sind für den späteren Berufsalltag enorm hilfreich. Bei Unternehmen sind Sportler:innen nach unserer Erfahrung sehr gefragt – eben, weil sie diese breite Palette an Fähigkeiten mitbringen und zu nutzen verstehen. Das gilt nach meiner Einschätzung natürlich für jeden Fernstudierenden in besonderen Lebensumständen, da die Unterstützung der AKAD ja auch ihnen zum selbstbestimmten Erreichen einmal gesetzter Ziele offensteht. Die Lernmethoden, die Möglichkeiten für den flexiblen Wissenserwerb, die Tutorials, Online-Lerngruppen u.v.m. sind alles Bausteine des persönlichen Erfolgs. Für alle, die ihn wollen!

„Die variable Gestaltung von Lern- und Prüfungszeiten, dass ich von zuhause aus Klausuren schreiben kann, ist ein großer Zugewinn.“

AKAD:
Was sind die wichtigsten Vorteile des parallelen Betreibens von Sportkarriere und Fernstudium? Wo sehen Sie Übertragungsfelder für alle Interessent:innen am Fernstudium?

Bernd Brückmann:
Zwischen Physio, Training, Regeneration und Lernen ist ein gutes Zeitmanagement und Zielgerichtetheit sehr wichtig, eine gutes Gespür für das Machbare bei Studium und Sport gehört dazu. Weil sich beim Fernstudium mit der AKAD University Studienstart, Studiendauer, persönliche Betreuung und Prüfungsfrequenz individuell gestalten lassen, ist die Erfolgsquote zumeist deutlich höher als im Präsenzstudium. Ca. 90 Prozent unserer Athlet:innen schließen ihr Fernstudium erfolgreich ab. Nur ganz selten wechselt jemand seinen Fernstudiengang.

AKAD:
Das sieht an Präsenzunis schon anders aus... da liegen die Abbruchzahlen bei rund 30%, also dreimal so hoch wie bei Ihnen!

Bernd Brückmann:
Auch an den Präsenzunis verzeichnen Athlet:innen durchaus eine sehr hohe Erfolgsquote. Dies resultiert sicher aus den o.g. Eigenschaften von Sportler:innen. Trainingspläne und Fernstudium lassen sich gut verzahnen. Auch und gerade bei Klausuren und Abschlussprüfungen – ist die Flexibilität bei der AKAD als Kooperationspartner und als sehr verlässlichem Partner über viele Jahre eine große Hilfe. Klausuren von zuhause aus schreiben zu können, statt zu einem festen Termin an einen bestimmten Ort hinfahren zu müssen, ist ein großer Mehrwert. Auch für alle anderen Fernstudierenden ist das ein dickes Plus, denn Nervosität, Unwägbarkeiten und Stress bei der Anreise fallen im heimischen Umfeld zum selbstgewählten Zeitpunkt für Klausuren und Prüfungen deutlich geringer aus bzw. lassen sich komplett vermeiden. Da bleibt alle Konzentration auf den Inhalten!

„Persönlichkeitsentwicklung ist ein großes und wichtiges Thema und liegt mir sehr am Herzen. Das nehmen wir auf jeden Fall wahr mit Diagnostik aus der Arbeits- und Organisationspsychologie. Wir schauen uns Motivation, Werte, Eignungen an und begleiten individuell. 90 % unserer Absolvent:innen machen ihren Fernstudienabschluss. Das ist weit mehr als an Präsenzunis.“

AKAD:
Professor:innen berichten uns, dass Sportler:innen besonders ruhig an Klausuren und Prüfungen herangehen, weil sie diesen Leistungsabruf auf den Punkt als Geisteshaltung verinnerlicht haben.

Bernd Brückmann:
Sicher ist der Umgang mit Stress etwas, das Leistungssportler:innen sehr gut kennen. Aber auch für andere Fernstudierende, die keinen Leistungssport betreiben, ist das richtige Mind-Set entscheidend. Denn auch sie können diese Eigenschaften rund um das Erreichen selbstgewählter Ziele mitbringen. Auch sie sind optimal vorbereitet durch die Möglichkeit, sich in Probeklausuren mit Inhalten und Ablauf der jeweiligen Prüfung, des Assignments vertraut zu machen, sodass der Fokus dann, wenn’s gilt, leichter auf dem Wesentlichen bleibt. Wer voll konzentriert bei der Sache ist und keine Ablenkungen hatte, erzielt in der Regel auch bessere Ergebnisse.

„Unsere Athlet:innen sind Vorbild für andere, die keinen Leistungssport machen: Wo kann ich mich verbessern? Wie kann ich aus Niederlagen lernen? Wie schaffe ich es, durchzuhalten bis zum Erfolg?“

AKAD:
Was ist Ihr erklärtes Ziel für die Laufbahnbetreuung Ihrer Kaderathlet:innen?

Bernd Brückmann:
Persönlichkeitsentwicklung als großes und wichtiges Thema liegt mir sehr am Herzen. Wir klären mit unseren Athlet:innen die Frage „Wo soll es denn hingehen?“ durch umfangreiche Diagnostik und setzen auf Methoden aus der Arbeits- und Organisationspsychologie. Wir schauen genau hin, schaffen Struktur und sind deswegen schon auch ein bisschen stolz, dass nur ganz wenige Sportler:innen ihren Studiengang im Laufe des Studiums nochmal wechseln.

Auch in herausfordernden Situationen sind wir da: Wer denkbar knapp gescheitert ist im Sport an ein einer Norm oder Verletzungspech hatte, ist dennoch wertvoll im Gesamtbild. Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt, und zwar nicht nur, wer bei Olympischen Spielen auf dem Treppchen stand. Wenn uns unsere Athlet:innen ihr Herz ausschütten, ist das der eigentliche Erfolg. Die tolle Leistung besteht für uns darin, dass jemand alles aus sich herausgeholt und gekämpft hat. Das finale Ergebnis im Wettkampf ist dann nicht der alleinige Gradmesser des persönlichen Erfolgs, uns interessieren die Entwicklung und der individuelle Weg. Wir vermitteln Methoden, wie junge Menschen das Beste in sich aktivieren. Das Fernstudium wirkt sich hier stabilisierend aus. Es gibt Sicherheit und Perspektive.

AKAD:
Was ist für Sie das Schönste an Ihrem Aufgabenbereich?

Bernd Brückmann:
Ich habe das Glück, in einem abwechslungsreichen Job zu sein. Das direkte Feedback ist groß. Wenn ich Sätze höre, wie diesen: „Ich hab bei Dir in den letzten sechs Monaten mehr über mich erfahren, als in den letzten 18 Jahren auf diesem Planeten“, macht mich das froh. Selbst aus olympischen Wettkämpfen heraus bekomme ich Anrufe. Das sind schöne Momente – dafür bin ich sehr dankbar.

 „Ich habe das große Glück, in einem sehr abwechslungsreichen Job zu sein mit viel Feedback und teilhaben lassen. Dafür bin ich sehr dankbar. Das sind schöne Momente, das weiß ich sehr zu schätzen.“

AKAD:
Worin sehen Sie die größten Vorzüge des Fernstudium für Ihre Athlet:innen und überhaupt für alle Studierenden?

Bernd Brückmann:
In den flexiblen Rahmenbedingungen. Ohne diese geht Studium in Kombination mit Leistungssport schlicht nicht. Sie sehen den Hörsaal nämlich nicht, weil starre Vorlesungszeiten terminlich meist nicht zu Europa- oder Weltmeisterschaften oder gar Olympia passen. Das Fernstudium schmiegt sich hier flexibel drumherum, statt zur Kollision und Unvereinbarkeit zu führen. Lernen, wann und wo man will, ist top. Zudem entsteht kein Klausurenstress durch eine Häufung am Semesterende, sondern Fernstudierende schreiben Klausuren und Prüfungen, wann, wo und in welcher Planung es bei ihnen passt. Das entzerrt, entlastet und fördert gleichzeitig die Vereinbarkeit von Sportkarriere und Fernstudium. Das gilt übrigens auch für alle anderen Fernstudierenden, die z.B. aufgrund familiärer Belastungen oder berufsbegleitend ihr Wissen mehren möchten mit dem klaren Ziel eines akademischen Grades. Diese Vorteile stehen allen offen.

Das gemeinsame Fazit: Durch die flexiblen und effizienten Möglichkeiten eines digitalen Fernstudiums lassen sich herausfordernde Lebensumstände – egal welcher Art – sehr gut und auf individuelle Weise mit akademischem Wissenserwerb kombinieren. Weil Erfolg für alle da ist!

Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt und nicht, ob jemand bei Olympia oben auf dem Treppchen stand. Wer alles aus sich herausgeholt hat und dennoch vielleicht ganz knapp gescheitert ist, ist für uns genauso erfolgreich!“

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