Schüler erforschen Fragen der Berufsorientierung
Im Rahmen des Aktionsprogramms „PUSH in den Geisteswissenschaften“ (Public Understanding of Science and Humanities) förderte der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft 2007 neun Initiativen (von insgesamt 104 eingereichten Anträgen) – darunter das Projekt „Empirische Forschung nah gebracht! Schüler erforschen Fragen der Berufsorientierung“ des ZAWF e. V. Ziel des Wettbewerbs war es, Projekte zu fördern, die Inhalte und Arbeitsweisen der Geisteswissenschaften in origineller Weise für den Dialog mit der Öffentlichkeit aufbereiten.
Kurzbeschreibung
Im Rahmen von Projekttagen wurde Schülern und Schülerinnen der gymnasialen Ober- und Mittelstufe vermittelt, wozu Methoden empirischer Sozialforschung nützlich sind. Die Schüler sollten einen Einblick bekommen, wie man sich einer bestimmten Fragestellung empirisch nähert und wie sich zu dieser ein Forschungsprozess strukturieren lässt, um Erkenntnisse generieren zu können.
Um den Schülern den inhaltliche Zugang zu einer möglichen Fragestellung leichter zu machen, wurde jeweils ein Thema aus dem Bereich der Berufsorientierung gewählt. Die schulische Berufsorientierung verfolgt das Ziel, die Berufswahlkompetenz, Berufswahlfähigkeit und Berufswahlreife der Jugendlichen zu fördern. Das Thema der Berufsorientierung stellt damit für Schüler und Schülerinnen dieser Klassenstufen ein relevantes Thema dar.
In den verschiedenen Gruppen unterschiedliche Erhebungsinstrumente, wie z. B. Fragebogen und Interview, zum Einsatz. Während Projekttagen oder spezifisch gestalteten außerunterrichtlichen Veranstaltungen entwickelten die Schüler der verschiedenen Schulen anhand von spezifischen Vorgaben selbst eine für sie relevante Problemstellung aus dem Themenfeld der Berufsorientierung, erarbeiteten einen entsprechenden Fragebogen oder Interview-Leitfaden. Ferner werteten sie unter Anleitung die gewonnenen Daten im Hinblick auf die Fragestellung aus und bereiteten sie für verschiedene Präsentationszwecke auf.
Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat das Projekt mit 24.250 Euro gefördert.
Das Projekt dauerte vom Oktober 2006 bis zum Dezember 2007.
Projektteam
Prof. Dr. Günther Seeber (Projektleitung)
Matthias Holthaus, M.A.
Dipl.-Päd. Julia Krämer
Dr. Bernd Remmele
Dr. Dominique Schirmer
Dr. Martina Schmette
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Dr. Martina Schmette (Tel.: 07821-9238-45 oder per E-Mail).
Allgemeine Ergebnisse
- Erarbeitung eines Konzeptes für die Durchführung von Projekttagen zum Thema „Nutzen und Anwendung von Methoden empirischer Sozialforschung“ (beispielhaft aufbereitet am Thema Berufsorientierung)
- Sensibilisierung der Schüler und Schülerinnen für die wissenschaftliche Herangehensweise und Informationsgewinnung bei geistes- und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen mit Hilfe quantitativer und/oder qualitativer Methoden empirischer Sozialforschung
- Darstellung des Problems, wie divergente Perspektiven und Interpretationen insbesondere durch qualitative Methoden methodisch zugänglich gemacht werden (z. B. verschiedene Perspektiven zwischen Interviewer und Interviewten)
- Rückfluss der erarbeiteten Ergebnisse in Einheiten des Berufswahlunterrichts - ggf. lassen sich aus den Resultaten Erkenntnisse ableiten, die zu neuen Anforderungen vor allem für schulische Lehr-Lernprozesse zur Berufsorientierung und -vorbereitung führen.