Öl an den Händen, Ziele im Blick
Mit 26 Jahren führt Katja Franke als Juniorchefin den Familienbetrieb in Hamburg mit: Sie nimmt Kund:innen an, verteilt Aufträge, organisiert Ersatzteile, fährt Probefahrten – und löst komplexe Fehlerbilder an modernen Fahrzeugen.
In aller Kürze:
- Studieninhalte in Echtzeit angewendet, von Arduino-Programmierung bis Prozessoptimierung im Familienbetrieb.
- Meistertitel angerechnet, Prüfungen frei planbar mit einem Studienmodell, das Handwerk und Hochschule verbindet.
Parallel hat sie bei der AKAD University den Bachelor in Fahrzeugtechnik und den Master im Wirtschaftsingenieurwesen abgeschlossen. Ihr besonderer Hook: Katja studiert mitten aus der Werkstatt und die erlernte Theorie landet direkt auf der Hebebühne.
Wo Praxis nach Perspektive verlangt
Nach der Ausbildung zur Technischen Systemplanerin (Heizung/Klima) wollte Katja sehen, was ihre Zeichnungen auf der Baustelle bewirken. Darauf folgten die verkürzte Ausbildung zur Anlagenmechanikerin sowie die Meisterabschlüsse SHK, Elektrotechnik und Kfz-Technik mit einer konsequent Ausrichtung auf die Zukunft des Familienunternehmens. Der Schritt ins Fernstudium war für sie logisch, da es akademische Tiefe bot, ohne die Werkstatt verlassen zu müssen.
Ausschlaggebend war die Anrechnung ihrer Vorleistungen: „Die AKAD hat sich schnell[er] gemeldet und [ich] wurde super aufgenommen […] mit Anerkennung von Meistertiteln“. Aus dem geplanten Bachelor wurde also mehr und der Praxisbezug motivierte zum durchgängigen Master.
Wenn der Drehmomentschlüssel Pause macht
Katja richtet ihr Lernen nach dem Rhythmus der Werkstatt aus. Sie nutzt die flexible Prüfungsplanung der AKAD, verschiebt Module in ruhigere Phasen und greift unterwegs auf digitale Skripte und Karteikarten zurück. Die Möglichkeit, Prüfungen selbst zu terminieren, gibt ihr die Freiheit, die Verantwortung verlangt und gleichzeitig Erfolge möglich macht.
Besonders lebendig bleibt ihr eine Szene, in der sie eine Onlinevorlesung direkt aus der Werkstatthalle verfolgte, das Headset unter der Kappe, während Autos im Hintergrund vorbeifuhren. Zunächst skeptisch, war sie bald erstaunt, als sie die Kamera schwenkte und erkannte, wie nah Theorie und Praxis zusammenrücken. Die Inhalte zahlten sich sofort aus, da Konstruktion, Arduino-Programmierung und der Einstieg in Künstliche Intelligenz über den KICompass im Online-Campus die Diagnosen verbesserten und zu optimierten Abläufen führten. Daraus schöpfte sie neue Ideen für ihre tägliche Werkstattpraxis.
Ein wichtiger Bestandteil des Fernstudiums war für sie die Community, denn im Studierendenforum fand Katja Hunderte Mitstudierende, mit denen sie bis heute vernetzt ist.
Vom Schrauben zum Steuern
Das Thema ihrer Masterarbeit zeigt, wie sie ihre Praxiserfahrungen als strategisches Werkzeug nutzt: „Gewinnung und Bindung von Geflüchteten im KfzHandwerk zur Bewältigung von Fachkräfteengpässen“. Ein zentrales Ergebnis dessen war, dass die Hürden bei der Anerkennung ausländischer Qualifikationen die Integration verzögern. Diese Erkenntnisse nutzt sie nun im täglichen Werkstattbetrieb.
Heute verbindet Katja ihr tiefgreifendes technisches Wissen mit dem betriebswirtschaftlichen Blick, den sie im Master erlangt hat. Denn sowohl Prozesse, Materialflüsse als auch das Kunden:innenerlebnis, müssen systematisch durchdacht und verbessert werden. Dazu spricht sie offen über die Realität im Handwerk, denn „[m]an muss sich als Frau im Handwerk doppelt beweisen.“, betont sie. Gerade deshalb ist ein Studienmodell wertvoll, das Flexibilität und eine unterstützende Study Community vereint.
Ihre Erfahrung zeigt, dass es sich lohnt, berufsbegleitend zu studieren. Es lohnt sich eben aus dem Grund, dass Erfahrung und Theorie zusammen sofort wirksam werden. Die AKAD bot dafür den idealen Rahmen mit der Anrechnung von Vorleistungen, einem digitalen Campus und frei wählbaren Prüfungsterminen.
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