Frank Tassone mit lila Poloshirt und blauer Brille

„Bildung kostet Geld. Keine Bildung kostet mehr Geld. Viele haben das noch nicht verstanden.“

Durchhaltevermögen, Selbstorganisation und Zielorientierung sind nach Frank Tassone ausschlaggebende Faktoren, die ein Fernstudium prägen. Er weiß, worauf es ankommt: Heute ist er AKAD-Absolvent selbst als Bildungs- und Trainingsanbieter tätig.

Frank Tassone stieg früh ins Berufsleben ein. Auf den Hauptschulabschluss folgte eine technische Ausbildung. Der Sohn eines italienischen Gastarbeiters hatte aber mehr vor. "Die einzige Möglichkeit, als Mitglied einer Familie mit Migrationshintergrund weiterzukommen, war damals Schule, bzw. Weiterbildung", erzählt er. Also folgte direkt nach der Ausbildung zunächst die Mittlere Reife. Dann holte er das Abitur nach: Der Grundstein fürs Studium war gelegt.

Der heute 54-Jährige entschied sich damals für Wirtschaftsingenieurwesen an der HTW des Saarlandes. „Ich habe recht früh mit Studienpraktika begonnen und bin nach dem Studium gleich bei meinem damaligen ersten Arbeitgeber, einem namhaften Luftfahrtkonzern geblieben“, erzählt Tassone. Nach einem Jahr stellte er dann fest, dass er sich gerne weiterbilden möchte. „Ich merkte früh, dass Informatikkenntnisse zwingend notwendig sind, allerdings hatte ich einen großartigen Job im Projektmanagement im Konzern, da wollte ich nicht aussteigen.“ Aus diesem Grund wählte er die AKAD University, an der er sein Diplom in Wirtschaftsinformatik nebenberuflich absolvierte. Kurze Zeit später entschied er sich, seinen Master in Management zu absolvieren.

Fernstudium prägt

„Die AKAD hat mit Sicherheit einen großen Teil meines Lebens mitgeprägt, denn schon auf diesem Weg habe ich Durchhaltevermögen und Zielorientierung benötigt, um langfristige Ziele erreichen zu können“, so der 54-Jährige. Dabei habe es auch Entbehrungen gegeben: „Ich habe über ein Jahrzehnt lang die Urlaubstage mit dem Studium verbracht. Meine Frau meinte eigentlich „Nie wieder“, aber sie ist heute immer noch mit mir verheiratet, lacht Tassone.

Vom kleinen Start-Up zum internationalen Player

Frank Tassone hörte nie auf, zu lernen. "Ich habe eine Passion für Weiterbildung entwickelt", erzählt er. Heute bildet er im Projektmanagement selbst aus und weiter. Er war ehrenamtlich im Vorstand des Weltverbands für Projektmanagement für Hochschulen und Universitäten in Deutschland tätig. Nach 16 Jahren im internationalen Airline- und Touristik-Business war er bei einem mittelständischen Beratungsunternehmen tätig, hat dort eine private Akademie für Projekt- und Prozessmanagement mit aufgebaut und entwickelt. Lange Zeit war er auch als privater Dozent an der Frankfurt University unterwegs, um seine Lehrkompetenz nach außen zu tragen.

Im Jahr 2018 hat Frank Tassone sein eigenes Unternehmen gegründet. Mit der ALVISSION EDUCATION GmbH in Saarbrücken bietet er mit einem hochqualifizierten internationalen Trainerteam auch seine langjährige Kompetenz als Trainer an. „Mein Unternehmen ist ein Weiterbildungsanbieter im Bereich Projektmanagement, agile Transformation und Leadership. Als ehemaliges Start-Up sind wir heute nach fünf Jahren führender autorisierter Trainings- und Consulting-Partner des Weltverbandes für Projektmanagement in Europa“, erzählt der Saarländer stolz.

Digitalisierung schafft neue Möglichkeiten

Durch die Pandemie wurde Vieles digitalisiert. Neue Möglichkeiten wurden geschaffen, um Mitarbeiter zu motivieren, sich weiterzubilden. "Es gibt 60-jährige Projektleiter, die haben noch nie ein Kompetenztraining absolviert. Die machen jetzt trotzdem noch ihre Zertifizierung. Man darf beim Lernen keine Altersgrenze setzen, denn die beste Qualifikation kann morgen obsolet sein." Nicht nur dem Alter sind keine Grenzen gesetzt, sondern auch die Ländergrenzen verschwimmen, da jeder teilnehmen kann, egal von welchem Ort aus. „Demokratisierung der Bildung ist wichtig, um gewisse Regionen nicht abzuhängen. Das ist dann auch die Verantwortung der einzelnen Unternehmen, zu sagen: Lasst uns Bildung demokratisieren“.

Bildung als Investition in die Zukunft

Auf die Frage, was er allen Personen mitgeben möchte, die sich weiterbilden möchten, aber nicht wissen, ob ein Fernstudium zu ihnen passt, antwortet Tassone: „Selbstorganisation ist das A und O, um effizient zu arbeiten. Was ich jedem mitgeben kann: Schauen Sie, was Ihnen liegt. Es bringt nichts, in die Finanzwirtschaft einzusteigen, wenn Sie nicht mit Zahlen umgehen können. Tauschen Sie sich mit ihren Kollegen aus, schnuppern Sie rein. Auch in schwierigen Zeiten sollte man in Weiterbildung investieren. Sehen Sie Weiterbildung als Investition. Bildung sichert persönliche Entwicklung und das ist unbezahlbar. Ich wäre heute niemals in dieser Situation, wenn ich mich nicht mein Leben lang weitergebildet hätte.“

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