Sinan Akdag beißt auf seine Silbermedaille

Das Studium für Champions

Sinan Akdag holte Silber bei den olympischen Spielen und wurde bereits zwei mal Deutscher Meister im Eishockey. Währenddessen absolvierte er zwei Studiengänge an der AKAD.

Sinan Akdag mit der Silbermedaille um den Hals

“Zur Weiterbildung gehört auch die mentale Persönlichkeitsentwicklung”

–Sinan Akdag

AKAD
Hallo, Herr Akdag, möchten Sie sich kurz vorstellen?

Sinan Akdag
Klar, gerne. Also mein Name ist Sinan Akdag, ich bin 33 Jahre alt und komme gebürtig aus Rosenheim in Bayern. Ich habe bei der AKAD studiert und den Bachelor in Betriebswirtschaftslehre gemacht mit dem Schwerpunkt Business Administration und später noch Wirtschaftspsychologie.

AKAD
Jetzt haben Sie ja neben dem Studium noch etwas anderes mit Leidenschaft verfolgt.

Sinan Akdag
Ja, das Studium lief bei mir neben dem Eishockey. Also ich spiele auch immer noch jetzt in der ersten Liga. Ich habe in Krefeld gespielt, in Mannheim und aktuell spiele ich in Düsseldorf.

AKAD
Da konnten Sie ja schon den ein oder anderen Sieg einfahren, oder?

Sinan Akdag
Ja, also ich bin auf jeden Fall zweimal Deutscher Meister geworden und habe bei Olympia 2018 die Silbermedaille geholt.

AKAD
Das ist mal eine Ansage. Wie kamen Sie denn auf die Idee zum Fernstudium?


Sinan Akdag  

Ich habe mit 17 Jahren mein Fachabi gemacht und gleichzeitig dann im ersten Profijahr gespielt. Danach habe ich dann mein Abitur auf dem Abendgymnasium nachgeholt.
Da habe ich also schon einen Vorgeschmack bekommen, wie es ist, neben dem Sport eigenständig zu lernen.

Danach habe ich dann gemerkt: Man hat doch recht viel Zeit als Profi-Sportler.
Und da wollte ich dann einfach was Sinnvolles machen. Daraufhin habe ich mich dann erkundigt, wo man am besten studieren kann und nicht vor Ort sein muss. Ich wollte flexibel und frei sein und selber in der Hand haben, wie schnell ich lernen kann.
Dann bin ich auf die AKAD gestoßen, habe es probiert, mich angemeldet und es hat mir direkt gefallen.

AKAD
Wie fanden Sie den Online Campus? Sind Sie damit gut zurechtgekommen?

Sinan Akdag
Ja, das muss ich schon sagen. Der Online Campus war sehr übersichtlich. Man hat alles sofort gesehen, was für einen persönlich wichtig ist: Also, wie weit man gerade ist und auch alle Unterlagen.


AKAD 

Waren sie viel im Austausch mit anderen Studierenden?


Sinan Akdag 

Ehrlich gesagt: Nein. Aber das brauchte ich auch nicht. Ich hatte einen aus meiner alten Schule, mit dem war ich im Austausch, aber ansonsten habe ich das wirklich alles selbstständig durchgezogen. Ich habe natürlich auch hier und da mal was ins Forum geschrieben, aber ansonsten habe ich mein Ding durchgezogen.

AKAD
Konnten Sie denn Inhalte aus Ihrem Studium bereits im Alltag einsetzen?

Sinan Akdag
Ja klar, ich hab schon was mitgenommen. Beispielsweise das Thema Mitarbeiterführung: Das ist schon ein wichtiges Thema bei bis zu 25 Mitspielern. Aber auch wenn es um Trainer oder Chefs geht. Wie sollte der Umgang und das Umfeld sein. Da kann man schon einiges anwenden. Vor allem sehe ich da auch noch viel Verbesserungspotenzial im Sport. Also ich aus meiner Sportler-Perspektive finde vieles noch sehr altmodisch in Bezug auf die Unternehmensseite. Manche Sachen haben damals funktioniert, aber es müsste vieles mal aktualisiert werden.
Das hat mich auch inspiriert dazu, noch einen zweiten Bachelor in Wirtschaftspsychologie draufzusetzen. So konnte ich noch mehr für mich interessante Themenbereiche abdecken.

AKAD
Da sind Sie also direkt auf den Fernstudium-Geschmack gekommen?

Sinan Akdag
Ja, tatsächlich konnte ich sehr viel anrechnen lassen, was es sehr angenehm gemacht hat und die Studienzeit auch verkürzt hat. Dafür war das Hochschul-Zertifikat sehr sinnvoll.

AKAD
Was war ihr persönliches Highlight im Studium?

Sinan Akdag
Also das Highlight ist natürlich, wenn man seinen Bachelor in den Händen halten kann.
Da ist man richtig stolz auf sich, es geschafft zu haben.



AKAD
Wie fanden sie generell die Arbeit daran? Wie war der Kontakt mit Ihrem Betreuer?

Sinan Akdag
Es war echt super. Egal, ob per Mail oder per Telefon: Ich kann mir nicht vorstellen, dass das irgendwo noch besser funktionieren kann.

AKAD

Was für einen Stellenwert hat Bildung in Ihrem Leben?


Sinan Akdag 

Ich würde schon sagen, neben dem Sport natürlich einen der größten. Wenn man nichts weißt, läuft einfach nix. Nicht nur von der Schule her, sondern auch so. Es geht auch um ein bewusstes Leben.
Je mehr man weiß, desto mehr Perspektiven hat man, man denkt nicht so eindimensional.

AKAD
Was würden Sie sagen, sind Attribute, die man sowohl im Sport als auch in der persönlichen Weiterbildung braucht, um weiter zu kommen?

Sinan Akdag
Also der professionelle Sportweg ist ähnlich lang wie der Bildungsweg, wenn man Schule und später Studium zusammenzählt. Sich für eine Profisportler-Karriere zu entscheiden, ist sicher nicht der leichteste Weg. Aber wenn es so leicht wär, wäre auch jeder Profi. Man braucht definitiv Disziplin. Besonders, wenn man beides gleichzeitig macht. Man muss eben auch mal an Wochenenden lernen, statt feiern zu gehen. Wichtig ist es auch, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, nicht aufs Handy zu schauen oder sich ablenken zu lassen. Aber wenn man es jeden Tag schafft, sich einfach eine gute Stunde hinzusetzen, sollte es kein Problem sein. Und neben Disziplin und Ehrgeiz ist Mut auch noch sehr wichtig:
Den Mut zu haben, etwas erreichen zu wollen. Den Mut, etwas zu verändern, wenn man nicht zufrieden mit der eigenen Situation ist. Man muss einfach immer Schritte nach vorn machen. Das ist im Studium so und natürlich auch im Sport.

AKAD
Vielen Dank für Ihren Erfahrungsbericht, Herr Akdag. Wir drücken Ihnen weiter die Daumen für die sportliche Karriere und alles, was danach kommt.





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